Frankenthal Mit Vorfreude und Respekt ins Übergangsjahr

Viele neue Gesichter beim VfR (vorne von links): Enes Sen, Konstantin Huber, Yannik Baro, Justin Reuther, Samuel Walz, Oguzhan L
Viele neue Gesichter beim VfR (vorne von links): Enes Sen, Konstantin Huber, Yannik Baro, Justin Reuther, Samuel Walz, Oguzhan Lozan, Fatjon Syla. Hinten von links: Co-Trainer Tobias Winsel, Trainer Micha Bengel, Dennis Morcinczyk, Halil Kaya, Maximilian Schäfer, Robin Hoffmann, Alexander Dvorak, Philipp Schwaderlapp, Timo Venneri und Co-Trainer Martin Wohlschlegel.

«Frankenthal.» Fußball-Bezirksligist VfR Frankenthal geht mit viel Vorfreude, aber auch Respekt in die kommende Saison. Beim Aufsteiger hat im Sommer der vom TuS Sausenheim gekommene Micha Bengel das Traineramt übernommen. Viel Training, ein Dreijahresplan und vor allem die Disziplin spielen in der Vorbereitung eine große Rolle.

Entspannt, aber fokussiert sitzen VfR-Trainer Micha Bengel, der spielende Co-Trainer Tobias Winsel und VfR-Spielleiter Thomas Pasdziorek auf der Terrasse des Vereinslokals. „Wir sind mit der bisherigen Vorbereitung sehr zufrieden. Die Spieler haben bereits in den vielen Trainingseinheiten und Testspielen gezeigt, dass sie über viel Potenzial verfügen. Zudem sind die Trainingsbeteiligung hoch und der Konkurrenzkampf groß“, gibt Bengel einen Einblick in die Vorbereitung. Der Cheftrainer betont aber, dass sich der Kader für ihn in einem Übergangsjahr befindet. „Es ist ja alles ganz neu. Neue Liga, neuer Trainer und für mich auch neue Spieler. Zudem haben wir viele junge Leute dazu bekommen“, erläutert er. Dazu passt der selbstauferlegte Dreijahresplan. „Im ersten Jahr wollen wir den Abstieg vermeiden, im zweiten oben mitspielen und spätestens im dritten aufsteigen“, sagt Pasdziorek. „Dafür haben wir einen guten Trainer geholt und einen guten ,Co’ gehalten.“ Die beiden Übungsleiter sind sich sicher, in der ausgeglichenen Bezirksliga Vorderpfalz bereits im ersten Jahr eine gute Rolle zu spielen. „Der Verein hat bei der Kaderzusammenstellung gerade in Sachen Qualität eine richtig gute Arbeit geleistet“, lobt Bengel. Vor allem mit dem derzeit noch angeschlagenen Dennis Morcinczyk (VfR Grünstadt) und Mittelfeldspieler Enes Sen (FV Brühl) bekommen die Frankenthaler dem Cheftrainer zufolge noch mal einen Qualitäts- und Erfahrungsanstieg verpasst. Auch Tobias Winsel zeigt sich von den beiden angetan: „Wenn man sich den Werdegang der beiden mit ihrer Oberligaerfahrung anschaut und sie dann auch auf dem Platz erlebt, sieht man sofort, dass sie über eine fußballerische Extraklasse verfügen, die wir als Aufsteiger brauchen können.“ Aber auch die weiteren Neuzugänge wie Raimondo Casola (Alemannia Maudach), Oghuzan Lozan (A-Jugend VfR Mannheim), Fatjon Syla (SV Horchheim), Halil Kaya sowie Giuseppe und Francesco Moncada (alle drei DJK Eppstein) sind wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Saison. Wichtig ist Bengel, dass es eine gute Durchlässigkeit zwischen den drei gemeldeten VfR-Teams gibt. „Wir haben die ersten drei, vier Wochen mit einem sehr großen Kader trainiert und über 30 Spieler in den Testspielen eingesetzt. Es wird für den einen oder anderen Spieler hart sein, erst mal in der C-Klasse zu spielen, obwohl er locker A-Klasseformat hat“, sagt Bengel. Er setzt auf viel Kommunikation und auf die frisch aus der A-Jugend gekommenen Spieler wie Yannik Baro oder Samuel Walz. Auch sie sollen Einsatzzeiten bekommen. Klar ist laut den beiden Übungsleitern aber auch, dass die Frankenthaler über den Luxus verfügen, jeden Spieler ersetzen zu können. „Alle hauen sich voll rein und brennen darauf, in der Bezirksliga zu spielen. Wenn einer nicht abliefert, ist der nächste da. Da spielen dann auch Namen keine Rolle“, betont Winsel. Dennoch werden die Frankenthaler ab dem Wochenende einen Schnitt machen und mit 20, 21 Feldspielern, die den Bezirksligakader vorerst bilden sollen, trainieren. Dabei wird den Spielern neben dem taktischen Feinschliff auch ein weiterer Punkte eingeimpft, der Bengel besonders am Herzen liegt: Disziplin. „In der vergangenen Saison lag der VfR in der Fair-Play-Tabelle auf dem letzten Platz. Das können wir uns in der Bezirksliga nicht erlauben“, macht Bengel klar. „Die Spieler müssen einfach in den Kopf bekommen, dass sie nicht jede Entscheidung des Schiedsrichters kommentieren müssen.“ Saisonstart in der Liga ist für den VfR am 12. August, 15.15 Uhr, zu Hause gegen den FC Lustadt. Am 4. August, 18.30 Uhr, spielt der VfR im Verbandspokal bei Ataspor Worms.

x