Handball
Mit der Trefferquote hadern beide Trainer
Die mHSG HLZ Friesenheim/Hochdorf 3 steht mit 3:11 Zählern auf Tabellenrang 13, nur einen Platz besser als die Eckbachtaler Mannschaft. Doch beide stehen sie in der abstiegsgefährdeten Zone. Mit einem Erfolg könnten die „Gekkos“ den Anschluss ans Mittelfeld herstellen. Doch das gilt auch für die Gäste, die zuletzt drei Unentschieden einfuhren.
Die Gäste aus dem Handballleistungszentrum sehen sich als Ausbildungsmannschaft. Gilt es doch den Nachwuchs, der in der Jugendbundesliga spielt, an die Dritte oder gar Zweite Bundesliga zu gewöhnen. Nik Dreyer, Mitglied des Trainerstabs beim HLZ, bemängelte zuletzt beim Unentschieden gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam (ebenfalls 3:11 Punkte) vor allem die Chancenverwertung der jungen Mannschaft. Ein Problem, das auch den Gastgebern durchaus nicht fremd ist. Mohamed Subab, der vor Wochenfrist Cheftrainer Thorsten Koch vertrat, weil dieser in Urlaub war, klagte ebenfalls über viele vergebene Chancen bei der Auswärtsniederlage (25:32) der „Gekkos“ beim TV Offenbach.
Fünf A-Jugend-Spieler
Mit Ragnar Vollbrecht verfügen die Gäste über einen erfahrenen Torhüter. An guten Tagen kann er die gegnerischen Mannschaften durch seine tollen Paraden zum Verzweifeln bringen. So kassierte er im vergangenen Spiel lediglich 23 Treffer, den ersten erst in der siebten Spielminute. Bei den Hausherren, die in ihrer bereits siebten Oberliga-Saison durchaus als erfahren bezeichnet werden dürfen, laufen ebenfalls einige junge Spieler auf. Vor der Saison gab es einen Umbruch im Team. Fünf der Nachwuchsspieler sind noch in der A-Jugend spielberechtigt. Die Bezeichnung Ausbildungsmannschaft ist somit auch für das Team von Übungsleiter Thorsten Koch korrekt.
Somit ist am Samstag, 18 Uhr, in der Dirmsteiner Schulsporthalle eine Begegnung zweier Mannschaften auf gleichem Leistungsniveau zu erwarten. Beide kämpfen gegen den Abstieg. Das Spiel lenken sollen bei den „Gekkos“ vor allem die Routiniers.
Ein besonderes Augenmerk sollte die HSG Eckbachtal bei den Gästen Malte Dorra zukommen lassen. Dorra setzte sich in den vergangenen Spielen immer wieder gefährlich aus dem Rückraum durch. Dorra hat mit seinen insgesamt 19 Treffern bei den drei Unentschieden seiner Mannschaft einen guten Anteil an den Punkteteilungen. Mit bisher 28 Treffern liegt er gleichauf mit dem Eckbachtaler Maximilian Schreiber, der allerdings ein Spiel weniger bestritten hat.
Subab sieht Sieg als Pflicht
Für Co-Trainer Mohamed Subab, der nochmals das Abschlusstraining leitete und sich danach mit seinem „Chef“ Thorsten Koch über die Aufstellung für das Spiel austauschte, hat sich die personelle Situation etwas entspannt. Fehlen wird bei den Gekkos sicher Julian Pozywio (Urlaub). Ein Fragezeichen noch hinter dem Einsatz des jungen Rückraumspielers Simon Müsel. Noch kämpft er mit einer Schulterverletzung und kann nur sehr dosiert trainieren.
Subab betont, dass er keinen Druck ausüben möchte, dennoch erkennt er im Derby ein Spiel, bei dem seine Mannschaft einen Sieg einfahren muss. „Es ist ein Derby, ein Spiel gegen einen Aufsteiger, da sind wir in der Favoritenrolle.“ Doch er mahnt zugleich und erinnert an die weniger gute Wurfausbeute aus den vergangenen Spielen. Hier erwartet er von seinen Offensivspieler eine deutlich bessere Trefferquote als zuletzt. „Wenn es uns gelingt, eine Quote von 80 bis 90 Prozent zu erreichen und nicht wie vor Wochenfrist gefühlt nur jeden zweiten Ball unterbringen, dann erwarte ich einen Sieg.“ Etwas mulmig allerdings wird es ihm, wenn er auf die letzten Ergebnisse der Gäste schaut. „Sie haben einen Lauf, legten mit drei Unentschieden in Folge eine kleine Serie hin. Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen.“
Subab möchte, dass seine Mannschaft sich selbstbewusst gibt und zeigt, wer der Herr in der Dirmsteiner Schulsporthalle ist. Der Coach hofft auf einen besseren Zuschauer-Zuspruch als in den bisherigen Heimspielen.
Den Gästen wurde der Erfolg gegen die HSG Worms (2:12 Punkte) aberkannt. Die Punkte bekamen die Wormser, weil die HSG Friesenheim/Hochdorf 3 in dieser Partie einen nicht spielberechtigten Spieler aus der dritten Liga eingesetzt hatte.
Trainer Thorsten Koch darf nach seinem Urlaub auf eine gut eingestellte Mannschaft freuen. Sollte alles nach seinen Vorstellungen verlaufen, macht er sich womöglich gut gelaunt auf den Weg zum Betzenberg, empfangen die Lautrer Teufel im Abendspiel doch „seinen“ Hamburger SV. Schon viele Jahre sympathisiert er mit dem Verein aus der Hansestadt. Doch zuallererst erst gilt die volle Konzentration seinen Gekkos.