Frankenthal Mal Bundesliga, mal C-Klasse

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Es gibt Spieltage, da steht der Fußball Kopf. So gerade geschehen in der A-Klasse, als der Tabellendritte TuS Dirmstein gegen Schusslicht TuS Hertlingshausen auf eigenem Platz 0:1 (0:0) verlor. Anders herum stülpte Lambsheim die B-Klasse-Süd-Tabelle. Selbst auf dem vorletzten Platz stehend, stürzte die Eintracht Tabellenführer Fußgönheim II mit einem 4:3 (4:1)-Sieg vom Sockel. Auch wenn Trainer Tobias Hoffmann vor dem Unterschätzen des Tabellenletzten Hertlingshausen gewarnt hatte, überrascht das Ergebnis dann doch. Enttäuschend und ernüchternd zugleich. Dirmstein gehört zwar noch zur Spitzengruppe, hat jetzt aber schon sechs Punkte Rückstand auf den Primus. „Wir wussten, dass es eng wird, wenn uns nicht früh ein Tor gelingt“, sagt Hoffmann. In der ersten Halbzeit seien dazu einige kleine und eine Riesenchance vorhanden gewesen, als Max Sembritzki aus wenigen Metern den Ball an die Latte knallte. Kurz nach dem Wechsel hätten die Gäste mit ihrer einzigen guten Chance die Führung erzielt. Danach habe der TuS kopflos mit langen Bällen agiert, kritisiert Hoffmann. Natürlich tue der Punktverlust weh, der Sieg wäre eigentlich Pflicht gewesen. „Aber es ist noch früh in der Saison, noch ist nichts verloren“, will Hoffmann nichts abschreiben. „Natürlich stehen wir nun ein wenig mehr unter Druck“, räumt er ein. „Aber uns war schon klar, dass wir nach den Abgängen nach der Vorsaison nicht sofort so stabil stehen. Wir spielen ja noch gegen alle Mannschaften, die vor uns stehen“, meint der Coach. Alle? Hat der TuS nicht schon gegen Ruchheim verloren? Doch, aber es gibt ja noch die Rückrunde, meint der Trainer trocken. Die Eintracht aus Lambsheim mag Spitzenteams wohl. Vor zwei Wochen spielte sie auf eigenem Platz gegen den damaligen Tabellenführer Friesenheim II 3:3, nachdem die Eintracht bereits 3:0 geführt hatte. Nun wurde der neue Tabellenführer Fußgönheim II mit 4:3 geputzt. Wieder führte die Eintracht: 3:0 und 4:1. Dieses Mal sei es aber nicht mehr ganz so eng geworden, weil sich seine Spieler nach dem Anschlusstreffer gefangen hätten, sagt Trainer Jürgen Weyrauch. „Am Ende hätten wir bei drei Kontern den Sieg frühzeitig sichern müssen.“ Weyrauch meint, dass sein junges, neu zusammengestelltes Team einfach noch zu wenig konstant sei. Wenn es einmal richtig laufe, dann wollten seine Spieler alles auspacken, dann seien sie zu verspielt. „Mal Bundesliga, mal C-Klasse“, sagt Weyrauch. „Jeder erwartet mehr von uns, ich hatte mir auch mehr erhofft“, sagt der Lambsheimer Trainer. Aber die Mannschaft sei in einem Lernprozess. Zudem habe sie bisher nur selten in der Formation zusammengespielt, wie er sich das vorstelle. „Toll, dass wir gewonnen haben, für die Psyche, für das Selbstvertrauen. Aber das schwere Spiel kommt am Sonntag gegen den ASV Edigheim“, sagt Jürgen Weyrauch. Der ASV ist Tabellennachbar. Zur Erinnerung: Nach dem Spiel gegen Friesenheim hatte die Eintracht am folgenden Spieltag gegen den ASV Maxdorf II glatt mit 0:4 verloren. „Wir müssen nun mit genau dem gleichen Elan zur Sache gehen wie gegen Fußgönheim“, fordert der Trainer. Denn die Eintracht braucht nach wie vor die Punkte. Mit acht Zählern stehen die Lambsheimer punktgleich mit dem auf dem Relegationsplatz rangierenden Polizei SV Ludwigshafen und nur einen Zähler vor dem Vorletzten Oggersheim. Und Tabellennachbarn gibt es in der Liga deutlich mehr als Spitzenteams.

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