Frankenthal Luftiges Vorortderby

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In Eppstein gab es schon Derbys mit dicker Luft. Und es gab schon Derbys, da ging einer Mannschaft die Luft aus. Am Samstag traf in der Fußball-B-Klasse der „kleine Bruder“, die DJK Eppstein, auf den „großen Bruder“, den TSV Eppstein. Zumindest aufseiten der DJK II war da die Luft schon vor der Partie raus – zumindest für die Spieler. 4:1 (2:0) gewann ein laut TSV-Trainer Uwe Naßhan „sehr effizienter TSV“. „Ich will immer gewinnen. Ich bin immer motiviert“, sagt DJK-Trainer Florian Vogel, ob denn ob der Konstellation, dass es für beide Mannschaften in dieser Saison quasi um nichts mehr geht, das Feuer im Vorortderby gefehlt habe. Es sei nach dem Rückstand nach einem Standardtor für seine Mannschaft, die derzeit auf die Trainingsarbeit fast gänzlich verzichte, sehr schwierig gewesen, zurückzukommen. Der TSV habe nach der Führung durch Simon Schermer und dem zweiten Treffer durch Dominik Gross (27.) fast nur noch auf Konter gelauert. Um dann noch einmal anzugreifen, braucht ein Team die zweite Luft. „Wir waren fußballerisch nicht unterlegen, aber der TSV war cleverer“, meint Vogel. Doch abhaken will der DJK-II-Trainer die Saison noch nicht. Die Karten werden mit dem neuen Trainer Tobias Hinkel für die erste Mannschaft bei der DJK neu gemischt. „Ich bleibe Trainer der zweiten Mannschaft“, sagt Vogel. Deshalb beginne jetzt schon das Vorspielen für die nächste Saison. Insgesamt findet er es schön, dass seine Mannschaft schon zu so einem frühen Zeitpunkt mit der Abstiegsfrage nichts mehr zu tun hat. Das sei das Ziel gewesen. „Luftig“ war der Kader, mit dem der TSV zum Derby anreiste. „Wir waren gerade einmal 13 Mann. Dafür habe ich extra noch den 42-jährigen Kai Schuppel reaktiviert“, berichtet Uwe Naßhan. Alle Ersatzspieler seien bereits in der ersten Halbzeit wegen Verletzungen reingekommen. „Wir waren die effizientere Mannschaft, haben in der ersten Halbzeit aus drei Chancen zwei Tore gemacht“, sagt Naßhan. Dann habe sein Team nur wenige Chancen des Gegners zugelassen. Dominik Maginot (60.) und Steffen Rittmann (65.) erhöhten auf 4:0 und machten alles klar. Anwar Mohammadi erzielte den DJK-Ehrentreffer (82.). Aufgrund der Temperaturen habe er seinen Spielern noch den Tipp gegeben, wenige Fehlpässe zu spielen, dann müssten sie auch weniger laufen. „Das haben sie ganz gut umgesetzt“, sagt Naßhan scherzend. Er hat jetzt Platz drei im Visier.

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