Frankenthal Leserbriefe an die Lokalredaktion:

Frankenmurks Hauptbahnhof: Was die DB in Frankenthal den Menschen zumutet, ist eine Frechheit, und jetzt werden die „Beförderungsfälle“ auch noch verhöhnt. Wenn die DB nun argumentiert, die Gesamtbreite des Bahnsteigs sei wie geplant gebaut worden, dann ist das genauso, als wenn ich eine Hand auf die Herdplatte lege und eine Hand ins Tiefkühlfach: In Summe bin ich gut temperiert. Die unendlichen Verzögerungen sind vermutlich Taktik, um die Kritik an dem Umbau zu zermürben. Am Tag X werden wir dann wenigstens froh sein, dass die Baustelle doch mal fertig wurde. Ohne Worte Der Redakteur Schmihing hat mit seinem Kommentar zu den Frankenthaler Stadtwerken ja so recht. Aber es droht ein Damoklesschwert über dieser Idylle. Sollte nämlich das sogenannte Freihandelsabkommen TTIP ratifiziert werden, dann kann es damit ganz schnell aus sein. Ein Konzern, der bereit ist, ähnliche Leistungen – allerdings teurer – wie die Stadtwerke anzubieten, könnte den Staat auf entgangene Gewinne verklagen, weil die Stadtwerke diese Leistungen (zum Beispiel das Strandbad) subventionieren. Sollte ich allerdings mit meiner Meinung falsch liegen, bitte ich um Klarstellung in der RHEINPFALZ. Immer wieder treffe ich leider bei meinen Radtouren noch spät abends nach 20 Uhr im Wingert und auf Feldern auf Hundehalter, die ihre Hunde frei laufen lassen. Viele reagieren genervt bis unverständig, wenn ich sie anspreche und erkläre, dass Wildtiere wie Hasen, Rehe und Feldhühner bereits in einen Schlafmodus gefallen sind und ihr nicht angeleinter Hund diese Tiere aufscheucht, was viel Stress erzeugt. Da zudem wegen der Sommertrockenheit die Feldtiere innerhalb ihres Lebensbereichs (Monokultur-Anbauflächen) nur über begrenzte Futterquellen verfügen, sollten Hundebesitzer endlich ihre Gleichgültigkeit gegenüber anderen Lebewesen überwinden lernen, um ihre Tierliebe auf andere, weniger begünstigte Kreaturen auszudehnen. Immer wieder erhalte ich nur unqualifizierte Ausreden: „Der tut nix, der will nur spielen. Der hat gar keinen Jagdtrieb. Ein Spaziergang früher ist wegen der Hitze nicht möglich für den Hund.“ Viele Hundehalter sind immer noch nicht bereit, sich mit neuen Infos zu konfrontieren und danach zu handeln. Diese Gleichgültigkeit zeigt sich auch beim Verzehr von Nutztieren, wobei die mangelnde ethische Auseinandersetzung mit dem Thema zu einer willkürlichen Grenzsetzung zwischen Haus- und Nutztieren geführt hat. Nicht nur, dass der Mensch nur bestimmte Haustiere isst, er stellt leider dementsprechend seinen „Besitz“ auch über andere Lebewesen: über die genannten Tiere in Feld und Flur. Gott, bin ich froh, dass ich nicht in Freinsheim wohne – so viel Missgunst und Neid sind ja kaum zu ertragen. Wir sind keine Stammgäste, aber ab und zu lassen wir uns in dieser kleinen Oase nieder. Immer wieder hatten wir hier nette Gespräche und fanden es toll, dass es solch einen Ort gibt. Durch Erzählungen von Kunden weiß ich auch, wie viel Freude dieser Ort bringt. Menschen lernen sich kennen, Freundschaften werden geschlossen, und es wird auch mal ordentlich geschwoft. Fahrradfahrer treffen sich hier, und spontane Treffen entstehen. Was glauben die Herren eigentlich, weshalb Hans-Dieter Reibold diesen Ort erschaffen hat? Um wilde Saufgelage oder Partys zu feiern? Mitnichten, hier war und ist ein Visionär dabei, einen Ort der Ruhe, Freude, Beschaulichkeit zu schaffen, scheitert aber an Paragrafen, Missgunst und Neid. Wenn ich an die lärmenden, lauten, krakeelenden Besucher der Freinsheimer Feste denke, frage ich mich, wie das die in Freinsheim angesiedelten Rebhühner, Ringdrosseln, Schwarzkehlchen, Rauchschwalben, Steinschmätzer, Wiesenweihe und der Wiedehopf ertragen sollen. Hört auf, alles unter das Mäntelchen des Naturschutzes zu stellen. Eines aber habt ihr erreicht, auf Nimmerwiedersehen Freinsheim, wir und unsere Freunde haben keine Lust mehr, so einen kleinbürgerlichen, engstirnigen und spießigen Ort zu betreten.