Frankenthal L 523: Radler müssen Straßenseite wechseln
Für Radfahrer, die entlang der Landesstraße 523 zwischen Frankenthal und Bobenheim-Roxheim unterwegs sind, wird der Weg ab Ende Januar beschwerlicher. Der auf der Westseite verlaufende Wirtschaftsweg wird inklusive der Unterführung in Bobenheim-Roxheim an der Berliner Straße bis Höhe Gerhart-Hauptmann-Straße für fünf Monate gesperrt, weil die Stadtwerke dort mit dem zweiten Bauabschnitt für eine Trinkwasserleitung beginnen.
Um von der während des ersten Bauabschnitts zwischen Globus-Kreisel und Berliner Straße als Umleitung genutzten Wegeverbindung östlich der L 523, die nicht bis nach Frankenthal führt, auf die gegenüberliegende Seite zu kommen, wird an der Zufahrt zum Motocross-Gelände auf Frankenthaler Gemarkung eine Querungshilfe eingerichtet. Die Fahrbahn der L 523 soll an dieser Stelle durch eine markierte Sperrfläche trichterförmig verengt werden. Das Projekt war Thema im Planungs- und Umweltausschuss. Die Überquerungshilfe, die mit rot-weißen Leitelementen versehen wird, erachtet die Polizei laut Verwaltung als „sichersten Lösungsansatz“ – auch gegenüber einer Bedarfsampel, die nicht rechtzeitig wahrgenommen und bei viel Verkehr nicht akzeptiert werden könnte. Ausgeschildert werde diese Radwegverbindung nicht, da es sich nicht um eine Umleitung handelt, „sondern nur um eine Querungshilfe, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt“, heißt es in der Vorlage. Mögliche Alternativen haben die Stadtwerke geprüft, aber wieder verworfen – so auch eine Nutzung des „Buckelwegs“, der zwar bis nach Frankenthal an die Kompostanlage in der Zeppelinstraße führt, sich allerdings in sehr schlechtem Zustand befindet. Auch ein Vorbeiführen der Radfahrer an der Baugrube erwies sich als nicht praktikabel. Alis Hoppenrath (SPD) gab in der Sitzung zu bedenken, dass bei Dunkelheit querende Radfahrer an der geplanten Stelle leicht übersehen werden könnten. Eine Beleuchtung sei nicht vorgesehen, da es sich um einen Außenbereich handele, merkte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) an. Es würden aber Baken aufgestellt, die mit Reflektoren ausgestattet seien. „Jeder muss selbst darauf achten, dass er sich nicht in Gefahr begibt. Wir können nicht jedes Risiko ausschließen.“ Außerdem müssten die Autofahrer aufgrund der Beschilderung an der Stelle mit Radfahrern rechnen. Zur Frage von Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) nach einer Bedarfsampel führte der OB aus, dass eine derartige Anlage außerhalb der Ortslage „ein unüblicher verkehrsrechtlicher Vorgang“ wäre. Es handele sich nicht um einen Rad-, sondern nur um einen Wirtschaftsweg. Außerdem liege keine Kreuzungssituation vor. |eec