Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Kunst für die Kita

Mit den Drehelementen lassen sich verschiedene Motive darstellen oder auch freie Kompositionen erzeugen. Diese Planzeichnung zei
Mit den Drehelementen lassen sich verschiedene Motive darstellen oder auch freie Kompositionen erzeugen. Diese Planzeichnung zeigt Beispiele.

Ein Kunstwerk, bei dem fassadenhohe Bilder nach Gutdünken von Außenstehenden selbst gestaltet werden können, wird künftig eine Außenwand der städtischen Kindertagesstätte in der Weidstraße in Eppstein zieren.

Unter 22 Entwürfen, die bei dem offenen Wettbewerb „Kunst am Bau“ eingereicht wurden, hat diese kreative Arbeit der Jury am besten gefallen. Darüber informierte die Stadtverwaltung in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Kosten für das Werk belaufen sich auf 40.000 Euro. Dieser Betrag ist in dem vom Land gewährten Zuschuss für den Kita-Neubau (900.000 Euro) enthalten, sodass die Stadt finanziell nicht belastet wird.

Den am Wettbewerb beteiligten Künstlern seien weitgehende Freiheiten eingeräumt worden, erklärte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) in der Ausschusssitzung. Als denkbare Bezüge nannte er die Architektur des Gebäudes, Naturerfahrung sowie Weide und Wasser.

Stäbe lassen sich drehen

Das Kunstobjekt „Bilder zum Selbermachen“ stammt von dem in Koblenz lebenden und arbeitenden Künstler Burghard Müller-Dannhausen (Jahrgang 1947). In der Verwaltungsvorlage ist er fälschlicherweise als „Burghard Müller aus Dannhausen“ bezeichnet. Das Werk besteht aus 16 Aluminium-Vierkantprofilen, die jeweils fünf Meter lang und zwölf Zentimeter breit sind. Die Stäbe, auf die farbintensiver Acryllack aufgetragen wird, lassen sich drehen und ergeben eine Bildfläche von fünf Meter Höhe und 3,12 Meter Breite.

Der Künstler sieht in diesem Werk ein großes pädagogisches Potenzial und ein interaktives Angebot an die Kinder, die durch das Drehen der Stäbe unzählige farbenfrohe und die Fantasie anregende Bilder schaffen können. Dabei sind die Motive so gewählt, dass sie von allen Altersstufen erkannt, begriffen und benannt werden können.

Auftrag erteilt

Auf Anfrage von Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste) informierte Bernd Knöppel, dass der Auftrag für 40.000 Euro an den Künstler bereits erteilt worden sei. Aylin Höppner (SPD) hätte es lieber gesehen, wenn in der Jury auch Vertreter der politischen Gremien (Kulturausschuss oder Stadtrat) mitbestimmt hätten. Und Jesko Piana (FWG) lenkte den Blick auf mögliche Unfallgefahren beim Drehen der Stäbe durch die Kinder. Dass diese Risiken ausgeschlossen würden, sei Bedingung für die Auftragserteilung gewesen, betonte Bürgermeister Knöppel.

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