Frankenthal KSB: 100-Millionen-Euro-Auftrag für Kraftwerkspumpen in China
Einen Großauftrag – nach Firmenangaben den größten in der Geschichte des Unternehmens – hat die KSB-Gruppe erhalten: Für mehr als 100 Millionen Euro produziert der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller zusammen mit seinem chinesischen Joint-Venture-Partner SEC-KSB acht Hauptkühlmittelpumpen des Typs RUV. Diese sind für ein derzeit im Bau befindliches Kernkraftwerk im Süden Chinas bestimmt. Substanzielle Teile davon würden am Stammsitz in Frankenthal hergestellt, teilt KSB mit. Die Produktion soll fast vier Jahre in Anspruch nehmen. Zum Lieferumfang gehören auch Vor-Ort-Service, Werkzeuge, Transport- und Spezialgestelle, die den komplexen Einbau in den Kühlkreislauf des Reaktors ermöglichen. KSB ist nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen für die bis dato vier modernsten chinesischen Kernkraftwerkstypen CAP1400, CAP1000, Hualong One Süd und Hualong One Nord zertifiziert worden. China setze bei seiner CO2-neutralen Energieerzeugung verstärkt auch auf Nuklearkraft, um die selbstgesteckten Klimaziele bis 2060 zu erreichen. „Auch in Europa sind neue Kernkraftwerke vergleichbaren Typs geplant. Deshalb haben wir mit dem Auftrag für China hier eine exzellente Ausgangsposition“, wird Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung, in der Pressemitteilung zitiert. Der Großauftrag sichere sowohl am Stammsitz in Frankenthal, als auch bei dem Partner SEC-KSB in Shanghai über mehrere Jahre eine hohe Auslastung, betont Stephan Bross, der in der KSB-Geschäftsleitung für Technologie verantwortlich ist. Der Konzern mit seiner Zentrale in Frankenthal ist mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Fertigungsstätten und Servicebetrieben auf allen Kontinenten vertreten und hat im Geschäftsjahr 2021 mit rund 15.800 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt.