Frankenthal Kleine wollen Große ärgern
«FRANKENTHAL.» Es dauert nicht lange im neuen Jahr, da steigt bereits das erste große Turnier des Südwestdeutschen Fußball-Verbands. Am 5. Januar messen wieder Teams aus der Region ihre Kräfte bei der Futsal-Meisterschaft des Fußball-Kreises Rhein-Pfalz in der Stadtsporthalle Am Kanal in Frankenthal. 14 Mannschaften gehen in zwei Gruppen an den Start. Das Eröffnungsspiel wird um 10 Uhr zwischen dem SV Ruchheim und dem diesjährigen Ausrichter VfR Frankenthal ausgetragen. Das Endspiel ist für 18 Uhr angesetzt.
Keine Bande, Handballtore und ein kleinerer Ball. Das sind die wesentlichen Änderungen beim Futsal im Vergleich zum traditionellen RHEINPFALZ-Hallenfußball-Turnier zwischen den Jahren. Beim Futsal, der offiziellen Variante des Hallenfußballs, sind daher insbesondere die technischen Fähigkeiten der Mannschaften gefragt. Zwar hat nicht nur der Pokal, sondern auch die Halle ihre eigenen Gesetze, doch schon allein aus Gründen der Klassenzugehörigkeit kommt dem Titelverteidiger Arminia Ludwigshafen auch in diesem Jahr wieder die Favoritenrolle zu. Zwar läuft es für die Rheingönheimer auf dem Feld in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar noch nicht ganz rund, dennoch steht der Aufsteiger zur Winterpause auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Dass Gruppe A kein Selbstläufer wird, zeigt ein Blick auf die weiteren Teilnehmer. Neben dem weit abgeschlagenen Schlusslicht der Landesliga Ost, Ludwigshafener SC, reden drei Bezirksligisten ein Wörtchen um den Gruppensieg mit. Der Tabellenzweite der Bezirksliga Vorderpfalz, SV Ruchheim, sowie die beiden Aufsteiger VfR Frankenthal und ESV Ludwigshafen sind Mannschaften, die Spieler mit besonderen technischen Qualitäten in ihren Reihen haben. Ruchheims Torjäger David Gerner, der auf dem Großfeld in 18 Spielen schon überragende 26 Tore auf dem Konto hat, will seinen Torinstinkt sicher auch unter dem Hallendach unter Beweis stellen. Auch der Vorjahresfinalist VfR Frankenthal, der Arminia Ludwigshafen mit 0:1 unterlag, hat sich in der Liga zuletzt gefangen und steht nur zwei Punkte hinter dem Neuntplatzierten ESV Ludwigshafen. Dass die Frankenthaler Hallenfußball beherrschen, zeigten sie beim Gewinn des RHEINPFALZ-Turniers. Aufseiten der Frankenthaler können Spieler wie Florian Kaiser oder Timucin Sürmen den Unterschied ausmachen. Das haben sie zwischen den Jahren schon hinlänglich bewiesen. Sürmen wurde gemeinsam mit Marvin Maerz (DJK Eppstein) Torschützenkönig. Wenn die „Eisenbahner“ ebenfalls ihre Offensivstärke um Hasan Yüceer und Kevin Müller an den Tag legen, dürfen sich die Zuschauer auf temporeiche Partien freuen. Komplettiert wird die Gruppe durch das zuletzt in der B-Klasse Rhein-Pfalz Nord aufstrebende Vatanspor Frankenthal und den um den Aufstieg in der C-Klasse Rhein-Pfalz Nord mitspielenden TSV Carlsberg. Beiden Mannschaften kommt dennoch wohl eher die Rolle des Außenseiters zu. Ebenfalls attraktive Paarungen bietet Gruppe B. Die beiden Bezirksligisten SV Südwest Ludwigshafen und FV Freinsheim sind hier sehr wahrscheinlich die ersten Anwärter auf den Gruppensieg. Während die Ludwigshafener sicher im oberen Tabellendrittel stehen, steckt der FV Freinsheim im Kampf gegen den Abstieg. Doch auch die beiden Kontrahenten der B-Klasse Rhein-Pfalz Nord, DJK Schwarz-Weiss Frankenthal und Eintracht Lambsheim, schielen ebenfalls auf die Teilnahme an den Halbfinalbegegnungen. Aktuell steht die Eintracht in der B-Klasse an der Tabellenspitze – punktgleich mit den Frankenthalern, die allerdings zwei Spiele weniger ausgetragen haben. In der Liga konnten die Lambsheimer das direkte Duell sogar für sich entscheiden. Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch die drei C-Klassisten TuS Flomersheim, Pirates F.C. (beide C-Klasse Rhein-Pfalz Nord) und ASV Birkenheide (C-Klasse Rhein-Pfalz Süd). Sie werden in erster Linie darum bemüht sein, die höherklassigen Vereine beim Kampf um die ersten beiden Gruppenplätze zu ärgern.