Frankenthal Kita Weidstraße: Rat stimmt Neubau zu

Bei den veranschlagten Kosten von 4,6 Millionen Euro für den vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Neubau der Kindertagesstätte in der Weidstraße in Eppstein wird es nicht bleiben. Die verwaltungsinterne Prüfung von Einsparpotenzialen ist noch nicht abgeschlossen, in der April-Sitzung sollen neue Zahlen auf den Tisch.
„Wir wollen keine Zeit verlieren und den Zuwendungsantrag fristgerecht einreichen“, begründete Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) mit Blick auf den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz die Notwendigkeit des Baubeschlusses. Der ehemalige Hundesportplatz sei trotz einiger Unwägbarkeiten das geeignete Gelände, die Verkehrssituation lasse sich beherrschen. Die geplante sechsgruppige Einrichtung bedeute auch eine Stärkung der Wohnqualität von Eppstein, sagte der OB. Bis zu einer Ausschreibung würden in Alternativbetrachtungen weitere Einsparmöglichkeiten bewertet. Hebich wies darauf hin, dass die mit 622.000 Euro angesetzten Erschließungskosten nicht ausgeschöpft würden, wenn das Grundstück nicht voll ausgehoben werde. Auch bei der Außenanlage und einer reduzierten Dachbegrünung ließen sich Kosten einsparen. Der Verzicht auf eine Fußbodenheizung sei indes nicht sinnvoll. Zur Problematik der Dachentwässerung merkte Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) im Stadtrat an, dass Gespräche mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion wegen eines Abschlagens des Wassers in den Moosgraben geführt würden. Die Außenanlagen (mit 512.000 Euro angesetzt) könnten um etwa 100.000 Euro billiger werden, wenn Abstriche bei den Spielgeräten gemacht würden, sagte Knöppel. Uwe Klodt (SPD) äußerte sich zufrieden, dass mit dem Kita-Neubau eine Lücke geschlossen werde. Die Lösung der Verkehrsprobleme sei gut, die Parksituation könne noch verbessert werden. Der Ortsvorsteher regte eine Informationsveranstaltung für die Bürger an. Gabriele Bindert (CDU) begrüßte, dass der Kostenrahmen optimiert werde. Es gehe nicht um „Wünsch dir was!“, sondern um „Was ist notwendig?“, meinte Tanja Mester (FWG). „Sie sprechen dem Oberbürgermeister aus der Seele“, warf Hebich ein. Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste) freute sich, dass seinen im Haupt- und Finanzausschuss geäußerten Bedenken bezüglich Dachbegrünung und Fußbodenheizung berücksichtigt worden seien. Ulrich Pender (Linke) thematisierte den Nachholbedarf bei Kita-Plätzen: „Wir dürfen nicht kleckern, sondern müssen klotzen.“