Frankenthal Kita-Neubau kurz vor Start

Die Gebäude hinter Beigeordnetem Bernd Knöppel (rechts) und Bereichsleiter Frank Hubertus werden abgerissen.
Die Gebäude hinter Beigeordnetem Bernd Knöppel (rechts) und Bereichsleiter Frank Hubertus werden abgerissen.

Die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau einer Kindertagesstätte in der Weidstraße in Eppstein können in der zweiten Septemberhälfte beginnen. Diesen Termin hat Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) auf Anfrage der SPD-Fraktion im Ortsbeirat genannt.

Eine Voraussetzung für den Start der Aushubarbeiten auf dem früheren Gelände des Hundesportvereins ist Knöppel zufolge, dass Ergebnisse von Bodenuntersuchungen vorliegen. Das soll dieser Tage der Fall sein. Der Hintergrund: Auf dem Grundstück existierte früher ein Gewässer, später wurde der Bereich in den 1950er- und 1960er-Jahren aufgefüllt – nach bisherigen Erkenntnissen mit Hausmüll, Bauschutt, aber auch mit Ziegel, Reifen und Metall. Laut dem Beigeordneten wurde mit den Proben abgeklärt, wie der anfallende Aushub zu behandeln ist. Um etwa anderthalb Monate verzögert wurde das Projekt außerdem noch durch die Forderung der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, dass als Ausgleich für den Bau des mehr als vier Millionen Euro teuren Kindergartens auf Frankenthaler Gemarkung Retentionsraum geschaffen werden müsse. Dies soll nach Angaben Knöppels im Zuge des Projekts an Isenach und Neugraben geschehen. Die entsprechenden Unterlagen gingen Anfang kommender Woche an die SGD. „Von dort wurde uns eine schnelle Bearbeitung zugesagt“, so der Beigeordnete. Wenn die Behörde grünes Licht gibt, ist auch der Weg für die Baugenehmigung frei. Auch der Förderbescheid des Landesjugendamts für den Kita-Neubau liege der Stadt inzwischen vor. Die Erd- und Abrissarbeiten sollen etwa acht Wochen dauern, danach könne mit dem Rohbau begonnen werden, hieß es im Ortsbeirat. Zur Erklärung: Auf dem Gelände stehen noch kleinere Gebäude des früheren Hundesportvereins, die dem Neubau weichen müssen. Sie grenzen direkt an eine Mauer, die nach bisheriger Annahme zum Nachbarn gehörte, aber wohl auf der Grundstücksgrenze zum städtischen Areal steht. „Die Mauer würden wir als Sichtschutz gerne erhalten“, sagt Bernd Knöppel. Um die Verkehrsverhältnisse für Fußgänger im Umfeld der künftigen Kita zu untersuchen, regte Sylvia Classen-Czeczerski (Grüne/Offene Liste) im Beirat eine Ortsbegehung an. In der Weidstraße sei kein durchgängiger Gehweg vorhanden. Über einen verkehrsberuhigten Bereich sollte nachgedacht werden. Beigeordneter Knöppel gab zu bedenken, dass dann mehrere Parkplätze verlorengingen. Nach einigem Hin und Her, ob es sinnvoll sei, die Untersuchung schon vor der Inbetriebnahme des Kindergartens durchzuführen oder erst die durch den Bring- und Holdienst erzeugten Verkehrsströme abzuwarten, verständigte man sich auf einen Termin im Frühjahr 2019. Wie berichtet, soll die neue Einrichtung 105 Kinder in sechs Gruppen betreuen. Architektonisches Vorbild des Neubaus ist die 2016 eröffnete Kita Haydnstraße.

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