Frankenthal Kinder aus Ukraine: Keine genauen Zahlen zu Schulbesuch

Nicht alle Kinder und Jugendliche aus der Ukraine sind nach ihrer Flucht sofort schulpflichtig. Hier ein Bild aus einer Notunter
Nicht alle Kinder und Jugendliche aus der Ukraine sind nach ihrer Flucht sofort schulpflichtig. Hier ein Bild aus einer Notunterkunft in Bad Kreuznach.

Wie viele Kinder aus der Ukraine bereits in Frankenthaler Schulen unterrichtet werden, können Stadtverwaltung und Schulaufsicht nicht sagen. Der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) liege nur die landesweite Anzahl der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und Berufsbildendenden Schulen vor, heißt es auf Anfrage. Das seien 935 Kinder und Jugendliche (Stand: 21. März). Hintergrund ist, dass nicht alle Kinder, die aus dem Kriegsgebiet stammen, sofort in Deutschland schulpflichtig sind. Flüchtlinge, die privat untergekommen sind – in Frankenthal ist das nach Auskunft der Stadt die Mehrheit – können sich visumsfrei 90 Tage in Deutschland aufhalten. Ihre Kinder sind zum Schulbesuch berechtigt, aber nicht verpflichtet, informiert das Land. Anders ist es mit den Menschen aus der Ukraine, die einen Aufenthaltstitel erhalten haben und einer Gemeinde zugewiesen wurden. Sie haben dann dort ihren Wohnort, die Kinder sind schulpflichtig. Bislang gab es in Frankenthal noch keine Zuweisung des Landes. Man vermute, dass inzwischen aber in jeder Schulart bereits Kinder den Unterricht besuchen, heißt es aus der Verwaltung. Für städtische Kindertagesstätten lägen aktuell vier Anmeldungen von Familien aus der Ukraine vor. Allerdings seien vor einem Kita-Besuch noch Formalitäten, etwa der Nachweis der Masernschutzimpfung, zu klären.

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