Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Kein eigenes Regelwerk für Schottergärten

Dass neue Schottergärten wie dieser entstehen, will die Stadt mit Kontrollen auf Basis der Landesbauordnung verhindern.
Dass neue Schottergärten wie dieser entstehen, will die Stadt mit Kontrollen auf Basis der Landesbauordnung verhindern.

Die Stadt Frankenthal wird nicht mit einem eigenen Regelwerk gegen Schottergärten vorgehen. Die Verwaltung scheut vor allem den immensen Aufwand, den die Kontrolle einer Gestaltungssatzung mit sich bringen würde.

Dass Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) Schottergärten nicht attraktiv findet, daran lässt er in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusse vergangene Woche keinen Zweifel. Er betont allerdings auch, dass der Kampf gegen die Steinwüsten vor Frankenthaler Häusern auf der Prioritätenliste der Verwaltung nicht an allererster Stelle steht. Eine eigene Gestaltungssatzung, mit der die Stadt gegen solche Anlagen vorgehen könnte, will der OB deshalb nicht in Angriff nehmen. Es fehle schlicht das Personal, um deren Einhaltung systematisch zu kontrollieren.

Hebich: Milderes Mittel

Hebich sieht aber durchaus Chancen, das Problem auf anderem Weg anzugehen: Die Neufassung der Landesbauordnung ermögliche es der Stadt, über die Baukontrolle tätig zu werden. „Das wollen wir als milderes Mittel nutzen“, sagte der Oberbürgermeister. Zumindest könnten damit neue Schottergärten vermieden werden.

Aus dem Ausschuss kam die Bitte, dass die Kontrollen den Bürgern kommuniziert würden. Alis Hoppenrath (SPD) hielt allerdings fest: Generell habe das Thema Schottergärten mehr mit dem Umwelt- und Klimabewusstsein zu tun. „Das Ziel muss sein, dass weniger Leute auf die Idee kommen, so etwas überhaupt anlegen zu wollen.“

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