FRANKENTHAL RHEINPFALZ Plus Artikel Künftig keine „Seenplatte“ mehr

Bekommt eine Verbindung zur Isenach: der Neugraben bei Eppstein.
Bekommt eine Verbindung zur Isenach: der Neugraben bei Eppstein.

Der Schutz vor Hochwasser wird sich nach Einschätzung von Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) durch die geplante Anbindung des Neugrabens an die Isenach vor allem in Eppstein deutlich verbessern.

Den Beschluss, das 3,3-Millionen-Euro-Projekt umzusetzen, hatte der von Hebich als Vorsteher geführte Gewässerzweckverband Isenach-Eckbach Anfang Juni gefasst. Zu den Einzelheiten legte die Verwaltung dem Planungs- und Umweltausschuss jetzt einen schriftlichen Bericht vor.

Die geplante neue Verbindungsspange hat demnach eine Länge von 820 Metern und soll „naturnah“ gestaltet werden. Über ein damit verbundenes neues Pumpwerk können bis zu 500 Liter Wasser pro Sekunde in die Isenach eingeleitet werden. Baubeginn kann nach Angaben des Zweckverbands voraussichtlich im Jahr 2021 sein; mit einer Bauzeit von zwölf bis 18 Monaten wird gerechnet. Das Vorhaben bringe mehr Sicherheit, unterstrich OB Hebich. „Eine Seenplatte soll's dann nicht mehr geben.“

Besorgnis in Flomersheim

Flomersheims Ortsvorsteherin Heike Haselmaier (CDU) sagte, es sei zwar schön, dass Eppstein mit Verbesserungen rechnen könne. Aber in Flomersheim gebe es bei Bürgern Besorgnis, „dass dann noch mehr Wasser in die Isenach kommt“ und sich daraus Probleme ergeben könnten. Insofern wäre es nach ihrer Ansicht besser gewesen, wenn die Verwaltung das Thema nicht nur im Ortsbeirat Eppstein, sondern auch im benachbarten Ortsbeirat Flomersheim angesprochen hätte.

Ausschussmitglied Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) gab Haselmaier grundsätzlich Recht. Er wies zugleich aber darauf hin, dass nach seiner Kenntnis bei der Isenach die Hochwasser-Prävention durch neue Rückhalte-Kapazitäten schon im Dürkheimer Bruch verbessert werde. Bei Hochwasser würden in die Isenach nicht noch zusätzliche Wassermengen eingeleitet; das sei geregelt, sagte dazu Hebich.

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