Frankenthal Junger Pfälzer als Kommissar am Start

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An den Samstagen im Februar flimmert ein Grünstadter in die Wohnstuben: Andreas Helgi Schmid, der am Leininger-Gymnasium in der Theater-AG jene Bretter, die die Welt bedeuten, für sich entdeckt hat. Er ist die eine Hälfte eines Kölner Ermittlerduos, das aber nur mit der Hilfe eines externen Experten zum Ziel kommt: jenes ebenso brillanten wie exzentrischen „Professor T.“. Er gibt der Reihe ihren Namen.

Es handelt sich um die ZDF-Fassung einer in Belgien äußerst erfolgreichen flämischen Krimireihe, die mit deutschen Darstellern von Ende September bis Mitte Dezember in den belgischen Studiokulissen und in Köln gedreht wurde. In der Titelrolle des psychologischen Kriminologen Jasper Thalheim brilliert Matthias Matschke. Thalheim brüskiert seine Studenten an der Kölner Uni ebenso wie die ermittelnden Kriminalbeamten, die ihn als Fachmann heranziehen, permanent durch unvorhersehbares, frappierendes Verhalten. In der ersten Folge ging es um vergewaltigte Studentinnen, in der zweiten musste ein betrunkener Ehemann am Telefon anhören, wie seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen wird. In der dritten Folge – zu sehen am 18. Februar – wird ein Schönheitschirurg im Hotel aufgefunden. In Folge vier liegt ein Escort-Girl, zu dessen Kundenkreis auch Professor T. zählte, tot in ihrer Badewanne. Reizvoll, so berichtet Andreas Helgi Schmid, der heute mit seiner Freundin in Mannheim lebt, sei die Rolle des Kommissars Daniel Winter auch deswegen gewesen, weil er den Kommissar über vier Folgen hinweg als Charakter entwickeln und ausgestalten konnte. „Die Figur kann wachsen, sich weiterspinnen und neue Geheimnisse offenbaren.“ So hat Winter eine private Geschichte mit seiner Kollegin Anneliese Deckert. Sie haben miteinander geschlafen, das war laut Drehbuch klar. Aber nun musste ich selber herausfinden: Ist der Daniel nun verliebt oder einfach nur spitz, ist er eifersüchtig, will er mehr? Oder dreht es sich doch mehr um berufliche Rivalität mit dem Professor, der ihm die Butter vom Brot zu nehmen droht? Genau nach sowas sucht man als Schauspieler!“ Das Rollenangebot für Professor T. kam gerade recht, einen Tag, bevor Andreas Helgi Schmids zweijähriges Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus endete. Das Haus wird renoviert, danach soll ein neuer Intendant anfangen, der sich auch ein neues Ensemble zusammenstellen wird. Was macht Schmid ansonsten? Viel Hörspiel, darunter eine Hauptrolle, die viel Aufmerksamkeit fand, in „Screener“, produziert für den WDR. Das Hörspiel war für den deutschen Hörspielpreis nominiert. Dann weitere Film- und Fernsehrollen. Gerade zu sehen war Cüneyt Kayas Mannheimer Jungbusch-Krimi „Dimitrios Schulze“, in dem er einen Rechtsanwalt gab. Daraus sei eine schöne Arbeitsfreundschaft mit dem Regisseur gewachsen. Resultat: Cüneyt Kaya hat Schmid im neuen Kinofilm von Bülent Ceylan besetzt, natürlich ebenfalls eine Mannheimer Geschichte, in der Schmid gegen Bülent Ceylan in einem Musikwettbewerb antritt und dabei singen muss. Das ist für Andreas Helgi Schmid kein Problem, er hat in Düsseldorf in „Comedian Harmonists“ den Harry Frommermann immerhin nicht nur gespielt, sondern auch sehr achtbar gesungen. Am 21. September 2017 soll Bülent Ceylans Kinokomödie „Verpiss dich, Schneewittchen“ in die Kinos kommen. Info „Professor T.“, samstags, 21.45 Uhr, im ZDF

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