Handball
HSG Eckbachtal will gegen Zweibrücken kein Déjà-vu erleben
Thorsten Koch, Übungsleiter der HSG Eckbachtal, dürfte froh darüber gewesen sein, am vergangenen Wochenende nicht mit seinem Team nach Zweibrücken gefahren zu sein. Mit 24:37 ging seine Mannschaft bei der VTZ Saarpfalz unter. „Ich selbst war auf einem Familienfest und habe nur das Ergebnis gesehen“, berichtet der HSG-Trainer. Einige Sequenzen habe er sich mittlerweile jedoch angesehen, sagt Koch.
Angetan war er davon jedoch nicht. Im Gegenteil. „Wir hatten eine sehr hohe Fehlerquote, eine schlechte Abwehrwehr. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so ein schlechtes Spiel gesehen habe“, geht der Coach hart mit seinen Spielern ins Gericht. Sowohl Koch als auch Co-Trainer Mohamed Subab, der ihn in der Westpfalz vertrat, waren fassungslos ob der Darbietung ihres Teams in Zweibrücken.
Am kommenden Sonntag haben die „Gekkos“ die Chance zu zeigen, dass sie es besser können. Leichter wird es im Heimspiel gegen den SV Zweibrücken jedoch nicht. Für Koch sind die Westpfälzer einer der Favoriten auf einen Aufstieg. „Sie kommen aus der dritten Liga runter, haben eine super Truppe. Ich erwarte, dass sie am Ende der Runde die beste Abwehr stellen“, sinniert Koch.
Die Favoritenrolle für die Partie am Wochenende scheint somit vergeben. „Wir wollen versuchen, Paroli zu bieten“, hofft Koch auf eine engagiertere Vorstellung seiner Mannschaft. Es gehe in der Begegnung auch darum, zu zeigen, dass die Niederlage bei der VTZ ein Ausrutscher war, erklärt der Trainer.
Er kann am Wochenende wieder auf Stammtorhüter Tobias Häuselmann bauen, der dieser Tage seinen zweiwöchigen Urlaub beendet. „Er kommt morgen oder übermorgen aus Amerika zurück. Er wird auf jeden Fall spielen“, sagt Koch und hofft, dass der Jetlag nicht zuschlägt.
Weitere Veränderungen dürfte es vorerst nicht geben. Vielmehr ruhen Kochs Hoffnungen darauf, dass die angeschlagenen Spieler auflaufen können. „Mein Rückraum ist überbelastet, da ich nicht viel wechseln kann“, erklärt Koch. Ihm fehlen nach wie vor Kapitän Michael Betz, Philipp Schloß und Simon Müsel.
Abgesehen von den zahlreichen Ausfällen, beklagt Koch vor allem die schlechte Deckungsarbeit seiner Mannschaft aus der letzten Partie. Dementsprechend ändert sich auch dessen Trainingsplan: „Wir werden uns höchstwahrscheinlich die nächsten Wochen mit der Abwehrarbeit beschäftigen“, erklärt der Trainer.
„Gegen den SV 64 erwarte ich eine Verbesserung“, sagt Koch. Ob es dann zu Punkten reicht, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass sich etwas ändern muss, sonst droht die nächste Pleite gegen ein Team aus Zweibrücken.