Handball
HSG Eckbachtal weiter tief im Abstiegssumpf
Die HSG Eckbachtal musste sich in der Partie gegen den Tabellennachbarn mHSG Friesenheim/Hochdorf in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mit 19:23 geschlagen geben. Die zuletzt erreichten zwei Siege schienen einigen Spielern nicht gut bekommen zu sein, so war der Eindruck des Trainergespanns Thorsten Koch und Mohamed Subab bereits in den Trainingseinheiten vor dem Spiel. Ihre Vermutung trat ein, dass sich das Derby schwieriger gestalten würde als die beiden Spiele zuvor. Aus Sicht von Thorsten Koch kostete eine „katastrophale Leistung“ mögliche weitere Zähler.
Beide Mannschaften agierten zunächst mit einer passiven 6:0-Deckung. Anfangs wusste keine der beiden Angriffsreihen hiermit umzugehen. So entwickelte sich ein nervöser Start mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Das war sicher auch der engen Tabellensituation geschuldet, denn zum Saisonendspurt dürfen sich die Mannschaften in der Abstiegszone keine Fehler mehr erlauben. Bis zum 5:5 durch Julian Pozywio, der im Nachsetzen zum Ausgleichstreffer erfolgreich war, plätscherte das Spiel dahin. Es sollte für Pozywio, der nervös wirkte, der einzige Treffer bleiben.
Es war zu erkennen, dass die Eckbachtaler ihre Form aus den beiden Spielen zuvor bestätigen wollten und mit etwas mehr Drang zum Tor agierten, doch die vielen guten Gelegenheiten, die sich boten, wurden nicht ausgeschöpft.
Ehe Adrian Rampp per Siebenmeter zum 9:10 traf, verpasste Jochen Schloss dies von der Linie gleich zweimal. Bei seinem ersten Versuch griff das ungeschriebene Gesetz, das der Gefoulte nicht selbst antreten sollte. Auch beim nächsten Versuch behielt sein Gegenüber, Tobias Repp im Gehäuse der Hausherren, die Oberhand.
Doch es waren nicht nur die vergebenen Großchancen, die liegengelassen wurden, viel zu oft wurde der Wurf nicht mit der letzten Konsequenz zu Ende geführt. Wäre die HSG Eckbachtal nicht so unkonzentriert im Abschluss gewesen, die Halbzeitführung hätte durchaus höher ausfallen können.
Was dann folgte, wollte Trainer Thorsten Koch zunächst nicht kommentieren. Als er wieder Worte fand, fielen diese deutlich aus. „Es war eine verdiente Niederlage. Mir fehlte etwas das Feuer bei meinen Spielern. Es war ein Derby und es ging um viel.“ Koch bemängelte, dass sich seine Mannschaft viel zu viele Fehler erlaubte. Einzig Simon Müsel wollte er ausnehmen. Sein Fazit: „Nicht einer meiner Spieler hatte Normalform.“
Co-Trainer Mohamed Subab hatte vorausgesehen, dass das Derby schwierig werden kann. „Zuvor konnten wir befreit aufspielen und keiner hatte Angst davor, mal einen Fehler zu machen. Aber heute hatte jeder Angst davor, einen Fehler zu begehen, und so häuften sich diese.“ In Ludwigshafen siegte am Ende nicht die bessere Mannschaft, sondern die Sieben, die sich weniger Fehler erlaubte. Bei der HSG war Unterstützung von der Bank aufgrund der körperlichen Verfassungen einiger Spieler kaum möglich. Maximilian Schreiber stellte sich mit Schmerzen im Ellenbogen zwar zur Verfügung, doch an einen gefährlichen Wurf war kaum zu denken. Bemerkenswert die Unterstützung von den Zuschauerrängen, denn die Tribüne war zu gut zwei Dritteln von Fans der Gekkos belegt. Die unterstützten ihre Mannschaft lautstark.
Durch die Niederlage stecken die Eckbachtaler Gekkos mit 8:38 Punkten weiterhin auf dem vorletzten Rang tief im Abstiegssumpf. Nächster Gegner ist am Sonntag der Tabellenvierte SG Saulheim.