Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal tritt beim Helmut-Osada-Cup in Viernheim an

HSG-Co-Trainer Mohamed Subab will bei dem dreitägigen Turnier in Viernheim einiges ausprobieren.
HSG-Co-Trainer Mohamed Subab will bei dem dreitägigen Turnier in Viernheim einiges ausprobieren.

Endlich wieder richtig Handballspielen – so fasst Mohamed Subab seine augenblickliche Gemütslage zusammen. Während des Urlaubs von Cheftrainer Thorsten Koch kümmert er sich um die Vorbereitung des ersten Herrenteams auf die neue Saison. Von Freitag bis Sonntag tritt der Oberligst beim stark besetzten Helmut-Osada-Cup in Viernheim an. Das Ziel: Nach der langen Spielpause wieder in den Wettkampfmodus finden.

Seit sechs Wochen trainieren die Handballer der HSG Eckbachtal wieder in der Halle. Und das unter fast normalen Bedingungen. Klar, die Pandemie ist noch nicht ausgestanden, und an das Hygienekonzept müssen sich alle halten. Mit der Regel „genesen, geimpft, getestet“ sei aber endlich wieder ein ordentlicher Trainingsbetrieb in der Sporthalle in Dirmstein möglich, berichtet Assistenzcoach Mohamed Subab.

Er freut sich über die wiedergewonnenen Freiheiten: „Monatelang war nur individuelles Training möglich. Jeder hat für sich seine Kraft- und Ausdauereinheiten absolviert. Wir haben uns auch eine Art Laufwettkampf ausgedacht, bei dem bestimmte Streckenlängen absolviert werden mussten.“ Auf Dauer mache das aber keinen Spaß. „Wir Handballer wollen den Ball in die Hand nehmen, und wir brauchen auch den Körperkontakt“, sagt Subab und lacht.

Schlagzahl erhöhen

Bis zum Saisonstart Ende September sei es noch lang. Das Turnier am Wochenende in Viernheim komme deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt in der Vorbereitung, um die Schlagzahl bei der Spielpraxis zu erhöhen. „Die fehlt uns natürlich noch“, meint der Co-Trainer. Gerade mal zwei Testspiele habe das erste Herrenteam bislang absolviert: gegen die vereinseigene zweite Mannschaft und das Pfalzligateam der SG Friesenheim/Hochdorf. Die erste Partie wurde laut Subab gewonnen, die zweite klar verloren. „Gegen Friesenheim hat man gesehen, dass die Abläufe noch nicht so ganz passen.“

Genau daran soll beim Helmut-Osada-Cup in der Waldsporthalle in Viernheim gefeilt werden. In der Gruppe 1 trifft die HSG Eckbachtal am Freitagabend um 21 Uhr zunächst auf Gastgeber TSV Amicitia Viernheim, der in der Badenliga spielt. „Das ist ein guter Gegner, ideal für einen Test“, sagt Subab. Es folgen Gruppenspiele gegen den Oberliga-Konkurrenten HSG Worms (Samstag, 17.30 Uhr) und den Drittligisten HSG Hanau (Sonntag, 12.30 Uhr). „Gegen Worms hat man einen Vergleich, wie weit die Teams in der Vorbereitung sind. Und das Spiel gegen die Hanauer, die knapp in der Qualifikation für die Zweite Bundesliga gescheitert sind, wollen wir einfach nur genießen. Da ist das Ergebnis zweitrangig“, erläutert Mohamed Subab.

Keine Zielvorgabe

In der Gruppe 2 treffen die Oberligisten VTV Mundenheim, TSV Birkenau, SG Heddesheim und Drittligist SG Friesenheim-Hochdorf aufeinander. Zum Abschluss spielen am Sonntagnachmittag die beiden Gruppenzweiten um den dritten Platz (17 Uhr) und danach die beiden Gruppenersten um den Turniersieg (18.45 Uhr).

Eine Zielvorgabe habe er nicht ausgegeben, sagt Subab. „Wir wollen unsere Spiele natürlich gewinnen, der Testgedanke steht aber im Vordergrund. Für uns ist es wichtig, nach der langen Pause mal wieder in den Wettkampfmodus zu schalten.“ Gespielt werde in Viernheim mit Harz. „Das ist für uns natürlich auch interessant“, berichtet der Co-Trainer der Eckbachtaler, die das Klebemittel in der Sporthalle in Dirmstein nicht verwenden dürfen.

Personelle Sorgen

Das letzte Pflichtspiel hatte die HSG im vergangenen Herbst vor dem endgültigen Abbruch der Oberliga-Saison. Zum Glück sei Handballspielen wie Fahrradfahren, meint Subab. „Das verlernt man nicht.“ Natürlich gebe es nach einer langen Wettkampfpause konditionelle Defizite. „Nach ein paar Einheiten klappt aber auch das wieder“, sagt Subab.

Geblieben sind bei der HSG Eckbachtal die personellen Sorgen: Torhüter Rouven Hahn und die Rückraumspieler Nisse Nehrdich und Sven Dopp sind verletzt. Michael Betz kämpft noch immer mit Knieproblemen und steht weiterhin nicht zur Verfügung. „Wir werden eventuell auch einige A-Jugendliche mitnehmen“, sagt Co-Trainer Subab, der vor dem Turnier noch einige Gespräche mit Spielern führen will. So könnte es sein, dass A-Jugend-Keeper Clemens Diehl am Wochenende Erfahrungen bei den Aktiven sammeln darf. „Vielleicht schmeißen wir ihn einfach mal ins Geschehen“, meint Subab und lacht.

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