Handball
HSG Eckbachtal mit katastrophaler Angriffsleistung in Saulheim
Thorsten Koch war auch am Sonntag nach dem Spiel noch bedient. „Eine Riesenenttäuschung“ nannte der Trainer der HSG Eckbachtal den Auftritt seiner Schützlinge bei der SG Saulheim. 15:32 hieß es am Ende. Ganze fünf Tore gelangen der HSG in Durchgang eins. Ein rabenschwarzer Tag für die Eckbachtaler Handballer.
„Wir haben von außen nur ein Tor geworfen und unzählige Fehlwürfe. Eine ganz schlechte Trefferquote“, monierte der Coach. Es fiel ihm schwer, dem Auftritt etwas Positives abzugewinnen. „Die Abwehr war noch einigermaßen okay“, sagte er. Aber spätestens, als die Gastgeber in einem zehnminütigen Lauf von der neunten bis zur 19. Minute von 4:2 auf 10:2 davonzogen, schien die Partie schon gelaufen. Danach bauten die Gastgeber ihren Vorsprung stetig aus.
Kein Feuerwerk
„Wir wussten, dass sie gefährlich sind“, ergänzt er. Vor der Partie in Rheinhessen hatte Koch unter anderem vor Florian Lipp gewarnt, dem pfeilschnellen Mann auf außen. Doch die Warnungen drangen offenbar nicht wirklich zu seinen Spielern durch. Neunmal netzte Lipp ein. Nur Jörn Dönsdorf war mit zehn Treffern noch erfolgreicher. Damit warfen zwei Saulheimer mehr Treffer, als die komplette HSG-Sieben.
Dabei habe Saulheim kein Feuerwerk am Samstag kein Feuerwerk abgebrannt, so der Coach. Aber die eigene Leistung war einfach zu schwach an diesem Tag, um etwas Zählbares mitzunehmen: „Wir haben viel zu viele technische Fehler gemacht und Bälle in die Füße der Mitspieler geworfen. Das ist ganz schwierig zu erklären“, sagte Koch. Die HSG hatte sich eigentlich so viel vorgenommen für die Partie. „Wir wollten schnell ins Tempo nach vorne kommen. Aber wir haben uns dann weniger auf unser gemeinsames Spiel berufen, sondern mehr auf Einzelaktionen“, analysiert der Trainer. Die ähnlich hohe Niederlage in der Vorwoche bei SV 64 Zweibrücken ließ noch damit erklären, dass man gegen ein Spitzenteam antrat. Das galt für Saulheim freilich nicht, „Gekkos“ und Rheinhessen waren vor der Partie punktgleich. Jetzt sind die Hausherren zwei Punkte davon gezogen und der Blick der HSG muss sich trotz allem wieder nach vorne richten.
„Wir haben uns jetzt selbst wieder unter Druck gesetzt“, so Koch, der schon überlegte, wie er die Trainingswoche gestalten könnte. Sicherlich wird er den Fokus auf das Angriffsspiel legen. Denn das muss sich vor jetzt noch wichtiger gewordenen Spiel am kommenden Sonntag gegen die HSG Nahe-Glan schleunigst verbessern. Koch hofft natürlich auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft: „Aber ich glaube nicht, dass wir einfach so den Schalter umlegen können.“