Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal empfängt Südpfalziger

Trainer Thorsten Koch und sein Team rechnen sich im Pfalzderby durchaus etwas aus.
Trainer Thorsten Koch und sein Team rechnen sich im Pfalzderby durchaus etwas aus.

Während die unteren Ligen bereits in der Sommerpause weilen, werden in der Oberliga noch sechs Punkte vergeben, ehe die Saison auch dort zu Ende geht. Am Sonntag empfängt die HSG Eckbachtal die Südpfalztiger zum Pfalzderby in heimischer Halle.

Die Gekkos belegen mit 8:46 Zählern den vorletzten Rang im Sechzehnerfeld, da die RPS-Oberliga nicht nur ihren Namen in Regionalliga-RPS ändert, sondern zudem auf vierzehn Mannschaften verringert wird, bedeutet dieser Tabellenrang den sicheren Abschied in die Pfalzliga, welche künftig unter dem Namen Oberliga firmiert. Da zudem weitere Absteiger aufgrund der Konstellationen in den höheren Ligen dazu kommen werden, scheint selbst bei einem dreifachen Erfolg zum Saisonfinale der Abstieg nicht mehr vermeidbar zu sein. Allein aus diesem Grund dürfen die Eckbachtaler Gekkos, die zudem in der neuen Saison, ligaunabhängig mit einem neuen Trainer, Philipp Rogawski übernimmt das Kommando, befreit aufspielen.

Mit den Südpfalztigern empfangen die Gekkos, Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Dirmstein zwar einen Gegner, der sich auf Rang zwölf der Liga befindet, doch auch dieser Tabellenplatz könnte am Ende noch den Abstieg bedeuten. Bei 18:36 Zählern können die Gekkos den Tigern kaum mehr gefährlich werden und dennoch darf sich die stark verjüngte Koch-Sieben Hoffnungen auf einen Erfolg machen, denn auch bei den Tigern lief es nicht immer rund. Da auch Gästetrainer Christian Job immer wieder auf wichtige Akteure verzichten musste, reaktivierte er den erfahrenen und ehemals höherklassig agierenden Stefan Job. Auch wenn sie den gleichen Nachnamen tragen, so sind beide weder verwandt noch verschwägert. Job hatte schon einmal die Handballschuhe bereits an den Nagel gehängt, doch 2022, nach seinem Karriereende gab der ehemalige Drittligaspieler bei den Eulen Ludwigshafen in der zweiten Bundesliga ein kurzes Gastspiel, nun hilft er abermals aus. Die Südpfalztiger liegen ihm am Herzen, erlernte er doch bei den dort, damals noch unter dem Namen SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam/Kuhardt, das Handballspielen.

HSG-Trainer Thorsten Koch betont, dass die jungen Wilden sich ihre Chancen verdient haben und keinesfalls Lückenfüller sind. Bestätigt wurden diese Leistungen nicht nur durch Tore im Aktivenbereich, die sie bereits beitrugen, sondern auch durch das Erreichen der Pfalzmeisterschaft bei der Jugend, ihrem Haupteinsatzgebiet. „Ich warte das Training ab und entscheide dann, wer endgültig auflaufen wird. Schön für mich als Trainer, dass die Stimmung weiterhin positiv ist, keiner lässt den Kopf hängen“, sagt Koch. Die Luft ist noch nicht raus und so erhofft er sich, dass seine Mannschaft seine Vorgaben für die letzten Spiele nochmals umsetzen wird. „Wir dürfen sie nicht in ihr Spiel kommen lassen, im Hinspiel kamen wir mit 22:37 deutlich unter die Räder. Wir wissen, sie kommen über das Kollektiv. Hier wollen wir ansetzen und sie nicht ins Spiel kommen lassen, wir müssen unsere Fehlerquote nach vorn gering halten. Dann und nur dann werden wir gegen sie bestehen können.“

Doch Koch gibt sich kämpferisch, schöpft zudem Hoffnungen aus dem Abschneiden vor Wochenfrist. Die Mannschaft hat sich fest vorgenommen, aus den letzten drei Spielen nochmals Punkte für sich zu verbuchen. Erinnerungen aus der vorherigen Saison wecken diese Hoffnungen, unterlagen die Gekkos in der Fremde mit 17:30 deutlich. Doch vor heimischer Kulisse gelang ein sicherer 28:21-Erfolg. Auch damals trennten die Mannschaften vier Ränge. Manchmal wiederholen sich Dinge, weshalb auch nicht diese Ergebnisse? Die Zuschauer würden sich freuen, zumal sich die wenigsten für das letzte Heimspiel der Gekkos eine Woche später gegen den Ligaprimus aus Mundenheim etwas ausrechnen.

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