FRANKENTHAL Hoher Brandschaden in Eppstein

Bis zum Samstagmorgen war die Feuerwehr in der Platanenstraße im Einsatz.
Bis zum Samstagmorgen war die Feuerwehr in der Platanenstraße im Einsatz.

Auf rund 250.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, der in der Nacht von Freitag auf Samstag bei einem Dachstuhlbrand in Eppstein entstanden ist. Die drei Bewohner des betroffenen Hauses in der Platanenstraße hatten das Gebäude noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt verlassen können.

Um 2.57 Uhr war die Frankenthaler Wehr nach eigenen Angaben alarmiert worden. Als die ersten Kräfte in Eppstein angekommen waren, sahen sie bereits „offene Flammen am Dach im Bereich des Kamins“ und Rauchschwaden. „Es wurden umgehend ein Außenangriff sowie ein Innenangriff unter Atemschutz im Bereich des Dachbodens durchgeführt“, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr.

Die Drehleiter konnte erst mit gewisser Verzögerung in Stellung gebracht werden: Da über das Haus eine Strom-Freileitung führt, hatten die Stadtwerke erst den Strom für den betroffenen Bereich abschalten müssen, berichtete die Wehr. Gegen 3.40 Uhr war das Feuer im Wesentlichen gelöscht. Wegen der vorhandenen Glutnester im Dachbereich seien aber noch „umfangreiche Nachlöscharbeiten“ notwendig gewesen. Dazu mussten die Feuerwehrleute auch die Dachabdeckung von innen und von außen „großflächig“ öffnen, weil sich das Feuer auch dort ausgebreitet hatte. Das Technische Hilfswerk (THW) Frankenthal übernahm dann bis etwa 12 Uhr die abschließenden Arbeiten zur Sicherung des Dachs.

Haus „nicht bewohnbar“

„Das Wohnhaus ist derzeit auf Grund von Rußbeaufschlagung und Wasserschäden nicht bewohnbar, die Bewohner kommen bei Verwandten unter“, berichtete die Wehr. Wasserschäden seien nicht nur durch die Löscharbeiten entstanden, sondern auch deshalb, weil Wasserspeicher der Heizungsanlage unter dem Dach geplatzt seien.

Die Frankenthaler Wehr war mit acht Fahrzeugen und 32 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz, ebenso die Polizeiinspektion Frankenthal und der Rettungsdienst. Der Rettungsdienst wurde im Laufe des Einsatzes durch die Schnelleinsatzgruppe Sanität der Stadt Frankenthal abgelöst. Die Malteser übernahmen die Versorgung der Einsatzkräfte; zudem boten Anwohner ihnen Heißgetränke an.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz (Ludwigshafen) hat die Ermittlungen übernommen. Zur mutmaßlichen Brandursache könne man noch nichts sagen, erklärte am Sonntag ein Sprecher auf RHEINPFALZ-Nachfrage.

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