Frankenthal
Handball: Oberligist HSG Eckbachtal zu Hause gegen VTV Mundenheim
VTV Mundenheim – da war doch was? Richtig. Im Pfalzpokal bezwang die HSG Eckbachtal die „Hornissen“ Anfang Januar 31:25. „Ich habe meiner Mannschaft klar zu verstehen gegeben, dass wenn wir so noch einmal in Dirmstein auftreten, wir auch in der Liga dort verlieren“, erinnert sich VTV-Coach Andreas Reckenthäler an das Ausscheiden seiner Truppe.
Auf der anderen Seite will HSG-Trainer Thorsten Koch den Heimsieg gegen die VTV zum Jahresauftakt auch nicht überbewerten. Beide Seiten seien noch nicht bei 100 Prozent gewesen. „Ich hatte den Eindruck, die VTV waren eher auf Sparflamme unterwegs. Und meine ,Jünglinge’ sind ganz gut zurecht gekommen.“ Der Sieg sei aber gut fürs Selbstvertrauen gewesen.
Das Hinspiel ging 33:17 an Mundenheim
Doch jetzt ist Ligaalltag angesagt. Und in diesem war gegen die Mannschaft aus Ludwigshafen in den vergangenen Jahren nicht viel drin für die „Gekkos“. Das Hinspiel verloren sie 17:33. Zur Halbzeit hatte es noch 9:9 gestanden. Thorsten Koch war damals allerdings im Urlaub. Peter Baumann hatte ihn vertreten. „Ich bin in dieser Saison gegen Mundenheim noch ungeschlagen. Mal sehen, vielleicht verbanne ich Peter auf die Tribüne“, witzelt Koch.
Ernst wird der Übungsleiter, wenn er an die Stärken des Gegners denkt: „Mundenheim hat eine starke, aggressive Abwehr. Dadurch generieren sie viele Ballgewinne und haben viele Tempogegenstöße.“ Und wie verhindert man die? „Schneller laufen“, meint Koch lapidar und lacht. Hinzu komme, dass die VTV einen starken Lauf haben. Die letzte Niederlage kassierte das Team von Andreas Reckenthäler am 14. Dezember bei Spitzenreiter SV Zweibrücken. Danach gab es fünf Siege in Serie. Derzeit stehen die VTV auf Rang vier. Doch der VTV-Trainer hat noch Platz zwei im Klassement im Visier.
Reckenthäler imponiert der Teamgeist der HSG
An den „Gekkos“ imponiere ihm vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. „Da kämpft jeder für jeden. Sie geben sich nie auf, liefern immer eine geschlossene Teamleistung“, attestiert er dem Tabellenvorletzten.
Diese wird gegen die VTV auch nötig sein bei den Gastgebern, um den Favoriten am besten erst gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Kommen die Gäste nicht über Konter zum Erfolg, dann haben sie immer noch einen starken Rückraum, den Koch als „sehr wurfgewaltig“ einordnet. Auch spielerisch seien die Gäste sehr stark.
Sorgen hat Koch auf der Position des Kreisläufers
Wie will die HSG diesem Gegner also beikommen? Da will sich Thorsten Koch noch nicht in die Karten schauen lassen. Ob 6-0- oder 3-2-1-Abwehr – das will der HSG-Trainer noch nicht verraten. Vielleicht fällt die Entscheidung auch erst ganz kurzfristig. „Es gab schon Spiele, da hab’ ich das erst beim Warmmachen entschieden“, meint der Übungsleiter. Anspannung spüre er bei der Mannschaft keine. Das Team sei sich aber der prekären Situation bewusst.
Verzichten muss die HSG auf Kreisläufer Georg Ebel (krank). Auch bei Kapitän Michael Betz (Schulter) stehen die Zeichen eher auf Pause. Die Position des Kreisläufers ist ein bisschen das Sorgenkind. Carsten Wenzel ist nach wie vor nicht im Training. Youngster Fabian Quandt sei auf einem guten Weg, meint Koch. Bleibt Steffen Christmann, der erst vor wenigen Wochen zur HSG gestoßen ist.
Letzterer bekomme regelmäßig Crashkurse, was die Spielsysteme der „Gekkos“ angehe. Und diese nehme er auch sehr schnell auf, berichtet Thorsten Koch. „Steffen war ja auch schon Trainer in der Dritten Liga. Das wird man nicht, weil man mal zufällig in Hochdorf in der Halle war.“