Frankenthal
Handball: Oberligist HSG Eckbachtal beim Tabellendritten SF Budenheim
Gut gekämpft, aber wieder nichts geholt: Das war das Spiel der HSG Eckbachtal gegen den SV 64 Zweibrücken. Am Samstag (19.30 Uhr) wartet der nächste Gegner auf die „Gekkos“. Dann müssen sie beim Dritten SF Budenheim ran. HSG-Coach Thorsten Koch hofft, dass sein Team die Leistung aus der Vorwoche bestätigt.
Wie baut man eine Mannschaft wieder auf, die erst gegen beide Aufsteiger verloren hat, sich dann mit dem Spitzenreiter einen grandiosen Kampf liefert und trotzdem auch dabei leer ausgeht? Da muss Thorsten Koch, Trainer der HSG Eckbachtal, erst mal ein bisschen nachdenken. Schließlich meint er, dass er so viel Aufbauarbeit da wohl gar nicht leisten müsse. „Wir haben das erste Mal seit Wochen wieder richtig Kampf in eine Partie gebracht“, attestiert er seiner Truppe für den Auftritt gegen den SV 64 Zweibrücken. Klar sei die Enttäuschung groß, dass es auch diesmal wieder nicht für einen Punkt gereicht habe. Doch Koch hat festgestellt: „Die Geilheit, Punkte zu holen, steigt.“ Und das müsse das Team Woche für Woche zeigen.
„Man muss uns gar nicht groß aufbauen“, meint Rückraumspieler Jochen Schloß. Die Niederlagen gegen die beiden Aufsteiger seien deprimierend gewesen. „Aber wir haben gegen Zweibrücken eine Reaktion gezeigt.“ Von daher müsse man nichts groß ändern. „Wir müssen einfach weniger Fehler machen und mehr Konstanz in unser Spiel bringen“, sagt Schloß. Das Potenzial und die Fähigkeit habe die Mannschaft.
Die Lage ist für die HSG zwar noch nicht brenzlig, aber ernstzunehmen. Mit 4:16 Punkten sind die „Gekkos“ punktgleich Vorletzter mit der HSG Worms. Die HSG Völklingen auf Rang neun ist nur sechs Zähler entfernt. Ob aber schon gegen die SF Budenheim die nächsten Zähler dazukommen? „Da sind wir krasser Außenseiter“, sagt Thorsten Koch. Jochen Schloß meint: „Im vergangenen Jahr haben wir dort hoch verloren. Da haben wir noch was gutzumachen.“
Kochs Blick geht schon weiter nach vorne
Kochs Blick richtet sich schon weiter nach vorne – auf die Partien gegen Worms, die HSG Kastellaun/Simmern, die HSG RN Bingen und HV Vallendar. Alles Gegner der HSG Eckbachtal vor Weihnachten. Aus diesen Begegnungen müssen noch ein paar Punkte her, wollen die „Gekkos“ nicht schon früh den Anschluss ans Mittelfeld verlieren. „Wir müssen irgendwie mal punkten“, fordert Koch.
Der Einsatz hat gegen Zweibrücken gestimmt
Aber: „Wir spielen niemanden an die Wand“, sagt der Übungsleiter. Und meint das gar nicht negativ. Andere Teams könnten sich eben auf überragende Einzelspieler verlassen. Seine Mannschaft komme über das Kollektiv und den Kampf. Und speziell Letzterer habe gegen Zweibrücken gestimmt. „Alle haben den berühmten Schritt mehr gemacht, waren aggressiver“, sagt Koch. „Wir funktionieren nur, wenn alle brummen.“
Während bei der HSG gerade alles schief läuft, was schief laufen kann, sieht das bei den SF Budenheim anders aus. Vergangene Woche in Vallendar holte das Team von Trainer Volker Schuster einen Acht-Tore-Rückstand auf. „Da haben wir eine schlechte erste Halbzeit gespielt“, sagt Schuster. Mit Platz drei ist er natürlich zufrieden. Den habe man sich aber auch erarbeitet. Einen ähnlichen Fehlstart wie in Vallendar will Schuster vermeiden. „Wenn wir unsere Leistung nicht bringen, ist Eckbachtal in der Lage, das auszunutzen.“
Das Lazarett der „Gekkos“ ist groß
Natürlich wird die Koch-Sieben auch beim Tabellendritten Budenheim nicht kampflos das Feld räumen. Doch auch am Wochenende muss der Trainer wieder mit einigen Absagen leben. Thomas Betz (Schulter) ist fraglich. Carsten Wenzel (Achillessehne) fällt ebenso aus wie Nisse Nehrdich (Knie) und Michael Betz (Daumen). Julian Pozywio, dem Koch gegen Zweibrücken das „beste Spiel in dieser Saison“ attestiert, hat einen Pferdekuss abbekommen.
Auch Jochen Schloß hat mit Schulterproblemen zu kämpfen. Doch gegen Zweibrücken habe er nicht zurückgezogen, hat Koch beobachtet. Das war wichtig für ihn zu sehen. Denn der erste Rückraum mit Maximilian Schreiber, Pozywio und Schloß muss auch im Zentrum der Abwehr die Stellung halten.
„Es wird von Woche zu Woche besser“, sagt Schloß. Bei 100 Prozent sei er noch nicht. Aber er habe gegen Zweibrücken endlich wieder spielen können, ohne laufend an seine Schulter denken zu müssen.