Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Klare Auftaktniederlage für Koch-Team

Obwohl in der Westpfalzhalle bereits saunaähnliche Bedingungen herrschten, wurde VTZ-Spieler Robin Schweitzer im Spiel gegen Eck
Obwohl in der Westpfalzhalle bereits saunaähnliche Bedingungen herrschten, wurde VTZ-Spieler Robin Schweitzer im Spiel gegen Eckbachtal nochmals extra in den Schwitzkasten genommen.

. Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz sind nach dem Abstieg aus der Dritten Liga erfolgreich in der Oberliga angekommen. Das bekam am Freitag die HSG Eckbachtal zu spüren. Das Team von Thorsten Koch verlor sein Auftaktspiel bei der VT 20:33 (10:17). Es war ein Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, bei dem bezüglich Spielfähigkeiten eine Klasse Unterschied auszumachen war.

Das sah auch Eckbachtals Trainer Thorsten Koch ganz deutlich so: „Eine verdiente Niederlage. Es ist uns nur gelungen, die Partie in den ersten 15 Minuten offen zu halten. Da haben wir ein paar gute Aktionen gehabt.“ Danach, urteilte Koch, „haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden“. In dieser Form dürfen die Eckbachtaler Gekkos auswärts kaum mit zählbaren Erfolgen rechnen.

VT stellt Abwehr um

Aus dem Tritt gebracht hatte die Gäste unter anderem eine taktische Umstellung von VTZ-Trainer Danijel Grgic. Der hatte bereits in der elften Minute die Auszeit genommen, da er sich das bis dahin wenig strukturierte Spiel seiner Mannschaft nicht mehr anschauen mochte. Er stellte die Abwehr um, ließ fortan 5-1 decken und brachte Robin Schweitzer für die vorgezogene Abwehrposition, was die Abwehr deutlich stärkte.

In den ersten zehn Minuten hatte VTZ-Neuzugang Alexander Dörr im Zweibrücker Gehäuse sein Team einige Male davor bewahrt, in Rückstand zu geraten. Dass Grgics positive Einschätzung, was die Qualität seines neuen Torhütergespanns anbelangt, richtig liegt, bestätigte auch Yannic Klöckner. Der entschärfte im ersten Abschnitt, nachdem er eingewechselt wurde, einen Strafwurf – schon in der Dritten Liga eine seiner Qualitäten. Ab der 41. Minute, als er ins Tor ging, zeigte er gleichfalls eine solide Leistung zwischen den Pfosten.

Hahn pariert Strafwürfe

Die bot auch Rouven Hahn im Eckbachtaler Tor, der unter anderem zwei Strafwürfe von Martin Mokris parierte und seine Mannschaft vor einer deutlicheren Niederlage bewahrte. Erst Zweibrückens bestem Spieler an diesem Abend, Tomas Kraucevicius, gelang es, Hahn auch mal vom Siebenmeterpunkt zu überwinden.

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden“, sagte Grgic. „Was das Spiel selbst anbelangt, haben wir gesehen, dass in Angriff und Abwehr noch ganz viel Luft nach oben ist.“ Seine Mannschaft, die mit Neuzugang Patrick Bach am Kreis gestartet war und ansonsten auf eine drittliga-erprobte Formation setzte, begann etwas nervös, leistete sich viele Fehler, was es der HSG in der Anfangsviertelstunde ermöglichte, gut mitzuhalten.

Das Zusammenspiel mit Patrick Bach hakte noch etwas. Ab und an stimmte die Zuordnung in der Abwehr nicht. Dann taten sich breite Wege für die HSG-Angreifer auf. Im Angriff wurde zu kompliziert gespielt: Noch ein Pass und noch ein Pass, statt den direkten Weg zum Tor zu suchen.

Die Nervosität im Spiel seiner Mannschaft erkannte Grgic. In der Halbzeitpause habe er den Spielern gesagt, „das ist ein ganz normales Oberligaspiel, kein Champions-League-Finale“. Zweibrücken warf sich, nun ruhiger agierend, bei schwierigen Bedingungen – in der Westpfalzhalle herrschten bei Sommerwetter saunaähnliche Zustände – einen Vorsprung und freute sich mit A-Junior Jonas Mayer, der bei seiner Oberligapremiere gleich traf.

Angesichts der deutlichen Überlegenheit der VTZ, dem klaren Vorsprung und dem Wissen, dass dies erst der Auftakt einer langen Oberligasaison war, ließen es beide Mannschaften in der Schlussphase relativ locker auslaufen.

So spielten sie

VT Zweibrücken-Saarpfalz: Dörr, 41. Klöckner - Kraucevicius (7/1), Mokris (3), Paetow (10) - Brauns (2), Wilga (6) - Bach (1) - Rifel (1), Schweitzer (2), Zilincik, Mayer (1)

HSG Eckbachtal: Hahn, 51. Häuselmann - Schloß (4/2), Michael Betz, Schreiber (2) - Staats (3), Kluzik (1) - Ebel (3) - Thomas Betz, Pozywio (1) Dopp (1), Räuber (2), Lerzer (2), Kassel (1)

Spielfilm: 4:4 (10.), 7:6 (15.), 11:6 (18.), 17:10 (Halbzeit), 24:14 (43.), 30:17 (53.), 33:20 (Ende) - Siebenmeter: 3/1:3/2- Zeitstrafen: 2:2 - Beste Spieler: Kraucevicius - Hahn - Zuschauer: 180 - Schiedsrichter: von Wolff/Müller (Saulheim/Osthofen).

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