Frankenthal Hütten und Ausfälle

Unterschiedliche Premieren erlebten der TSV Eppstein und Eintracht Lambsheim in der Fußball-B-Klasse vor ihrem direkten Verfolgerduell am Sonntag (14.30 Uhr) am Holzacker in Lambsheim. Der TSV gewann 9:0, die Eintracht verlor 1:2. Ganz unterschiedlich waren jedoch auch die Gegner. Eppstein empfing auf eigenem Platz Schlusslicht ASV Mörsch (1 Punkt), Lambsheim gastierte beim Mitkonkurrenten um den Aufstieg, dem TSV Bockenheim (27). Beide Teams haben 27 Zähler und stehen direkt hinter Spitzenreiter DJK Schwarz-Weiss Frankenthal (36). Ärgerlich nennt Eintracht-Trainer Tobias Hoffmann die dritte Saisonniederlage. Auch wenn Bockenheim erst einmal verloren habe, diese Niederlage sei nicht nötig gewesen. „Wir müssen die Hütten machen“, kennt Hoffmann das Problem. Chancen dazu gab es laut dem Trainer ausreichend, auch nachdem die Eintracht in der zweiten Halbzeit in Unterzahl spielte. Dass Jakub Machac (50.) wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde, missfiel dem Coach. In manchen Situationen wird ihm von seinen Spielern auf dem Platz zu viel getextet. „Trotzdem hätten wir aufgrund der Qualität in unserem Kader gewinnen müssen“, sagte Hoffmann. Das frühe Tor zu vermeiden, sei das Ziel gewesen. Dass Bockenheim in der elften Minute in Führung ging, sei deshalb doppelt ärgerlich gewesen. Nun müsse gegen Eppstein gewonnen werden, um wieder drei Punkte voraus zu sein. Personell sehe es ganz gut aus. Da habe die Eintracht schon mehr Ausfälle gehabt. „Die letzten Spiele bis zur Winterpause wollen wir gewinnen“, gibt Hoffmann vor. Trotz des 9:0-Erfolgs schiebt Eppsteins Trainer Uwe Naßhan die Favoritenbürde nach Lambsheim. Denn er klagt über viele Ausfälle: „Sechs Stammspieler haben mir gegen Mörsch gefehlt.“ Doch die, die auf dem Platz standen, hätten ihre Sache gut gemacht. „Neun Tore muss man erst mal schießen.“ Nach der Pause habe er Steffen Rittmann, Dominik Maginot und Simon-Marius Schermer geschont. „Bei so einem Spiel ist es wichtig, mit der richtigen Einstellung auf den Platz zu gehen. Das ist Kopfsache“, sagte Naßhan. Dass in den letzten Spielen die Defensive gut agiert hat, einige Spiele ohne Gegentor überstanden wurden, freut den TSV-Coach. Doch so richtig gelegen kommt ihm das Spitzenspiel aufgrund der personellen Lage nicht. „Wir nehmen es aber, wie es kommt. Wir wollen so lange wie möglich vorne dran bleiben.“ Die Liga sei eng. Dass der TSV mit erst einer Niederlage noch nicht enteilt sei, zeige dies deutlich.