Handball
Häuselmanns Husarenstreich sichert HSG Eckbachtal den Sieg
Thorsten Koch, Trainer der HSG Eckbachtal, benötigte nach Spielende erst einmal ein paar Momente, um sich zu sammeln. Die zurückliegenden 60 Spielminuten waren aufwühlende für den Coach der Gastgeber gewesen. Der war zwar glücklich über den Erfolg, aber wusste, dass es auch hätte anders ausgehen können. Denn erst in der Schlussphase sicherte sich die Mannschaft den Erfolg.
„Es war ein enges Spiel heute von zwei Mannschaften, die gleichauf waren“, befand der Übungsleiter. Recht hatte er. Eckbachtal war zwar häufig die führende Mannschaft, richtig absetzen konnten sich die „Gekkos“ jedoch nicht. Jedenfalls nicht bis kurz vor Ende der Begegnung, als die HSG durch Treffer von Julian Pozywio und Bennet Löhmar mit zwei Toren in Front gingen.
Kontrolle schnell abgegeben
Illtals Trainer Andreas Brik nahm daraufhin eine Auszeit und seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers von der Platte. Mutig, aber auch leichtsinnig. Der Coach hatte den guten Wurf von HSG-Keeper Tobias Häuselmann vergessen, der nach einem abgewehrten Ball schnell schaltete und das 30:27 erzielte. „Tobi Häuselmann hat mit seinem Tor den Deckel drauf gemacht“, sagte Koch nach der Partie, voll des Lobes für seinen Torwart.
Der Trainer der Gastgeber war ebenso erleichtert wie glücklich über die nächsten beiden Punkte. „Mehr als Gewinnen geht nicht, aber ich hätte heute gerne ein etwas schöneres Spiel gesehen“, gibt Koch zu. Der Übungsleiter hatte einiges zu kritisieren. Sein Team habe zu Beginn die Kontrolle über das Spiel gehabt, dann diese aber doch recht schnell, nach knapp 15 Minuten, wieder abgegeben, ärgerte sich Koch.
Löcher in der Mitte
„Wir haben in der Abwehr gut gestanden und im Angriff gute Lösungen präsentiert. Plötzlich kam mit ein, zwei Gegentoren eine Hektik auf, bei der ich nicht verstehe, woher diese kommt“, wunderte sich der Trainer über die kurze Schwächephase seiner Mannen. Vor allem in der Abwehr seien zu viele leichte Treffer durch die Mitte gefallen, monierte der HSG-Trainer.
Auch mit dem Angriffsspiel seines Teams war er nicht vollends zufrieden – und das, obwohl die HSG-Offensive variabel agierte. Besonders die Angriffe über den Kreis funktionierten blendend. Ob Carsten Wenzel oder Fabian Quandt – beide hatten gegen Illtal einen guten Tag. „Es wäre noch etwas mehr gegangen. Die Anspiele an den Kreis hätten wir mehr forcieren können. Wir haben etwas den Kopf verloren“, bemängelte der Trainer.
Im gesicherten Mittelfeld
Dass es dennoch zum verdienten Sieg reichte, war dann doch wieder seiner Abwehr – die sich nach Meinung des Trainers über den Kampf ins Spiel zurückbrachte – und Torhüter Tobias Häuselmann zu verdanken. Der hielt beim Stand von 19:19 zweimal hintereinander blendend und sorgte dafür, dass die Gäste nicht mehr in Führung gingen.
„Wir haben im richtigen Moment die Kräfte gehabt, sind schnell hinten rausgekommen und haben die entscheidenden Tore gemacht“, erklärt Koch die Gründe für den Erfolg. Es war der dritte Sieg in Folge für die „Gekkos“, die sich schon früh in der Saison im gesicherten Mittelfeld der Tabelle befinden. Um dort dauerhaft zu bleiben, muss die HSG konstant punkten.
Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am kommenden Samstag im Gastspiel beim HV Vallendar.