Frankenthal Gutermann im Doppelpack

FUSSGÖNHEIM. Der SV Ruchheim ist neuer Pokalsieger des Fußball-Kreises Rhein-Pfalz. In einem mäßigen Finale in Fußgönheim haben die Ruchheimer am Ostermontag den SV Weisenheim am Sand (beide A-Klasse) mit 2:0 (0:0) nach Verlängerung besiegt. Die Tore erzielten die Gutermann-Brüder Jan und Kai.
Am Ende kannte der Jubel keine Grenzen mehr, und das Bier floss in Strömen. Doch die 120 Minuten zuvor waren schwere Kost. Beide Mannschaften legten von Beginn an viel Wert auf Sicherheit und Spielkontrolle. So entwickelte sich eine wenig attraktive Partie, die sich meist zwischen den Strafräumen abspielte. Höhepunkte waren rar, weil sich die Teams neutralisierten. Die einzige Möglichkeit der Ruchheimer bis zur Pause hatte Vogt, der eine Flanke von Jan Gutermann am Tor vorbeiköpfte (16.). Auf der anderen Seite parierte Torwart Recknagel in der stärksten Phase der Weisenheimer die Distanzschüsse von Adam (25.) und Zwick (26.). Nach einer Flanke von Zwick traf Stork zwar per Kopf, stand dabei aber im Abseits (26.). Auch nach dem Wechsel blieb die Partie von der Taktik bestimmt. Weisenheim überließ dem SVR kampflos das Mittelfeld, doch Ruchheim konnte aus dieser optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Lediglich Hinrichs hatte eine Chance, doch sein Schuss war zu unpräzise und stellte Torwart Salzner vor kein Problem (62.). Der SVW setzte auf Konter und war gefährlicher. Nach einem Pass von Mc Carty verpasste Zwick den richtigen Moment für den Abschluss (63.). In der Schlussphase scheiterte Stork an Recknagel (85.), und Webers Heber verfehlte das Ruchheimer Tor nur knapp (89.). „Das war etwas flau“, brachte Pokal-Spielleiter Klaus Hilbrecht die 90 Minuten auf den Punkt. In der ersten Hälfte der Verlängerung hatte Vogt das erlösende 1:0 auf dem Fuß, schoss den Ball aber Salzner direkt in die Arme (95.). Die größte Chance des gesamten Spiels hatte wenig später der von Stork freigespielte Weiß, doch Recknagel brachte noch die Finger an den Schuss (102.). Als schon das Elfmeterschießen nahte, trafen die Gutermann-Brüder für den SVR: Jan mit sattem Linksschuss (112.) und Kai auf Vorlage von Vogt (115.). „Spielerisch war das keine gute Partie. Es war klar, dass der gewinnt, der das 1:0 erzielt“, sagte SVR-Coach Ralf Wieandt, bevor er mit dem Team feierte. Kollege Günther Golfier sah es ähnlich. „Keiner hat was riskiert. Der Glücklichere hat gewonnen.“ (thl)