Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Grundschule Eppstein-Flomersheim: Der Platz wird knapp

Knapp 200 Schüler besuchen die Grundschule in Flomersheim.
Knapp 200 Schüler besuchen die Grundschule in Flomersheim.

Die Grundschule Eppstein-Flomersheim droht aus allen Nähten zu platzen. Bereits jetzt sind die räumlichen Kapazitäten ausgereizt; es wächst die Sorge, dass die Erstklässler ab dem Schuljahr 2022/23 auf das gesamte Stadtgebiet verteilt werden müssen. Eine Idee für eine Lösung gibt es aber schon.

In der Sitzung des Ortsbeirates verwies Ulrich Fleischmann (CDU) auf die steigenden Schülerzahlen, die der Schulentwicklungsplan ausweist. Er erinnerte an einen gemeinsamen Antrag der Ortsbeiräte Eppstein und Flomersheim vom November 2019, in dem die Raumnot in der Grundschule bereits thematisiert wurde. Auch mit Blick auf die Ausweisung neuer Baugebiete bestehe Handlungsbedarf, weitere Verzögerungen seien nicht mehr hinnehmbar, betonte Fleischmann.

Eine bauliche Erweiterung der Grundschule Flomersheim sei nicht möglich, räumte Beigeordneter Bernd Leidig (SPD) ein. Daher werde ein Verbund mit Eppstein in Betracht gezogen. „Dies sieht auch die Schulaufsicht so.“ Da die Grundlagen des Schulentwicklungsplanes aufgrund einiger zeitlicher Verschiebungen bei den Neubaugebieten neu bewertet werden müssten, stiege die Verwaltung noch einmal in die Zahlen ein. Mit Ergebnissen sei im vierten Quartal zu rechnen. „Wir haben allerdings keine völlige Handlungsfreiheit“, schränkte Leidig ein.

Ein Verbund der Grundschulen sei nichts Neues, merkte Ulrich Fleischmann an. Und Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) ergänzte, dass an einer Containerlösung für Flomersheim kein Weg vorbeiführe. Spätestens im Frühjahr sollte der Ortsbeirat umfassend über die Thematik informiert werden, kündigte Ortsvorsteherin Heike Haselmaier (CDU) an.

Engpässe gibt es in Flomersheim auch bei der Betreuung der Grundschüler nach Unterrichtsende. Ulrich Fleischmann fragte an, welche Maßnahmen in Erwägung gezogen würden, um den wartenden Eltern ein Betreuungsangebot zu unterbreiten. Als Beispiel führte er den Kindertreff EppFlo an.

Dazu stellte Beigeordneter Leidig klar, dass es sich um eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit handele, die keine Betreuung vorsehe. „Die Kinder können kommen und gehen, wann sie wollen.“ Das Thema sei sehr komplex und müsse auch im Zusammenhang mit dem künftigen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gesehen werden. Derzeit besuchten 37 Kinder die betreuende Grundschule in Flomersheim. Wie sich die Verwaltung auf diesem sehr personalaufwendigen Gebiet positionieren werde, stehe noch nicht fest. Derzeit würden die Bedarfe abgefragt. Aktuell könne er noch keine Lösung anbieten, sagte Leidig. Es gehe im Grunde nur um eine halbe Stunde, gab Ortsvorsteherin Haselmaier zu bedenken. „Schulschluss ist um 14 Uhr, der EppFlo öffnet aber erst um 14.30 Uhr.“

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