Frankenthal Goethe-Quartier: Bürgerinitiative freut sich über Projekt-Aus

Großer Andrang beim Infotag der Baugruppe im Oktober 2021. Kurz danach formierte sich die Bürgerinitiative Pro Lauterecken.
Großer Andrang beim Infotag der Baugruppe im Oktober 2021. Kurz danach formierte sich die Bürgerinitiative Pro Lauterecken.

Die Bürgerinitiative (BI) Pro Lauterecken ist nach eigenen Angaben „überrascht“, dass die private Baugruppe um Unternehmer Klaus Kühborth das Vorhaben Goethe-Quartier aufgegeben hat. „Auch wenn wir die genauen Beweggründe nicht kennen, freuen wir uns selbstverständlich, dass den Menschen im Lauterecker Viertel dieses Bauprojekt erspart bleibt“, heißt es in einer Stellungnahme der Initiative.

Unterschriften gesammelt

Sie hatte sich nach Bekanntwerden der Pläne im vergangenen Herbst gegründet und Unterschriften gegen den Bau von rund 50 Wohnungen – verteilt auf sechs Häuser – auf dem Grundstück Goethestraße 14 gesammelt. Die Baugruppe hatte vergangene Woche nach einem weiteren Gespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung bekanntgegeben, die zuletzt noch einmal überarbeitete Planung nicht mehr verfolgen zu wollen, und dafür die „ökonomischen, rechtlichen und sozialen Randbedingungen“ als ausschlaggebend angeführt.

BI zum Dialog bereit

Die BI wiederum betont in ihrer Reaktion, nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung des Geländes zu sein, „solange diese auf der Basis des Bebauungsplans erfolgt und damit der Charakter des Viertels erhalten bleibt“. Sollten Ideen zur Verwertung des Grundstücks darauf Rücksicht nehmen, könne dort Wohnraum entstehen und ein grüner Teil Frankenthals erhalten bleiben. Bei neuen Planungen müsse die Öffentlichkeit früher informiert werden, fordern die Sprecher von Pro Lauterecken. Sie finden: „Eine offene und konstruktive Kommunikation mit den Anwohnern ist notwendig, um frühzeitig Vertrauen zu schaffen.“ Dafür stünden die Nachbarn „gerne zur Verfügung“.

Mehr zum Thema
x