Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Geothermie: Geballte Wasserkraft

Untergrundmessung in der Mannheimer Innenstadt.
Untergrundmessung in der Mannheimer Innenstadt.

Es ist groß gedacht, in Geothermie einzusteigen. Es ist noch nicht mal klar, ob die Rechnung aufgeht. Aber ohne Vision keine echte Wende.

Wenn so massiv in die Tiefe gebohrt wird, wie es für die Nutzung von Erdwärme notwendig ist, löst das verständlicherweise Sorgen aus. Zumal dies auch in Wohngebieten attraktiv wäre, wie die Initiatoren des beabsichtigten Projekts zur Triple-Verwertung von Thermalwasser unumwunden einräumen. Ähnlich wie bei Windrädern werden Kritiker der Energiegewinnung aus unterirdischen Quellen engagiert dagegenhalten, sollten erste Bohrplätze identifiziert sein. Nur: Was ist die Alternative?

Stadtwerke-Chef Langefeld kommt heute schon in Erklärungsnöte, wenn er gefragt wird, welche grüne Energie er morgen – nicht in ferner Zukunft – anzubieten gedenkt. Und zu welchem bezahlbaren Preis. Über dem Projekt schweben noch viele Fragezeichen. Es würde Millionen verschlingen. Nichts zu tun käme noch teurer.

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