Frankenthal Geliebtes Ausweichquartier

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Worms. Stadionreise am Rhein entlang: Fußball-Regionalligist Wormatia Worms kommt in dieser Woche ziemlich viel rum – und das bei zwei Heimspielen. Weil der Rasen in der heimischen EWR-Arena ausgetauscht wird, weichen die Wormser aus. Heute, 14 Uhr, geht es ins Ludwigshafener Südwest-Stadion, wo Hessen Kassel zu Gast ist.

Das Selbstvertrauen für das Duell gegen den Tabellenführer der Regionalliga Südwest haben sich die Rheinhessen am Dienstag beim ersten Saisonsieg geholt. Den Bahlinger SC, Aufsteiger aus dem Südbadischen, schlug die Wormatia 2:0 – allerdings im Weinbergstadion des Wormser Nachbarvereins TSG Pfeddersheim. Gegen die eher kleineren Klubs geht’s in den gemütlichen Vorort. In der Ludwigshafener Arena dagegen empfängt die Wormatia außer den Nordhessen auch die Ex-Bundesligisten FC Homburg (12. September) und SV Waldhof Mannheim (17. Oktober) sowie den Erzrivalen Eintracht Trier (31. Oktober). In der eigentlichen Wormatia-Heimat an der Alzeyer Straße in Worms wird derweil das Spielfeld runderneuert: Aus dem in der Regionalliga berüchtigten „Acker“, der zudem in den vergangenen Jahren durch eine Riesenpopulation von Regenwürmern Berühmtheit erlangte, wird ein moderner „Hybridrasen“ – sprich eine Mischung aus Natur- und stabilisierenden Kunststoff-Halmen. Ein solcher Rasen liegt zum Beispiel auch in der Münchner Allianz- und der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena. Die Tribünen und Zugänge des Wormser Stadions waren bereits vor dem allerersten Auftritt in der viertklassigen Regionalliga fit gemacht worden. Und schon damals wich die Wormatia ins Südwest-Stadion aus: Anfang August 2008 gab es ein gerechtes 1:1 gegen die U23 des VfL Bochum. Noch bessere Erfahrungen machten die Wormser Klubs mit den Pokal-Auftritten im Ludwigshafener Rund. Pfeddersheim scheiterte 1995 im DFB-Pokal erst nach Elfmeterschießen an Borussia Dortmund. Und Wormatia holte sich hier zweimal den „Pott“ des Südwestdeutschen Fußballverbands (SWFV). 2007, damals noch unter Bernhard Trares, dem heutigen Co-Trainer von HSV-Coach Bruno Labbadia, gab es ein 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern II. Und weil die Atmosphäre dabei so gefiel, gestatteten die Wormser 2009 dem Endspiel-Gegner FSV Oggersheim ein (vermeintliches) Heimspiel – das fulminante 5:1 der Wormser sahen indes mehr Wormatia- als FSV-Fans. Jetzt kommt also Regionalliga-Klassenprimus Kassel. Eine „sehr, sehr interessante“ Partie, bei der man „Vorsicht vor dem KSV – und seinem schon sechsmal erfolgreichen Top-Torjäger Shqipon Bektasi – walten lassen“ müsse, warnt Wormatia-Trainer Sascha Eller. Er kannte das Südwest-Stadion bisher nur von einem kurzen Besuch, absolvierte aber gestern dort das Abschlusstraining. „Das ist gut für die Jungs.“ Vor allem, weil das Ludwigshafener Spielfeld größer sei als das Wormser. „Da müssen sie läuferisch mehr machen!“

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