Frankenthal „Gekommen, um zu bleiben“

So soll „Albert_Wohnen“ von der Lambsheimer Straße her aussehen. Das höhere Gebäude ist als Komplementär zum Turm am Eingang des
So soll »Albert_Wohnen« von der Lambsheimer Straße her aussehen. Das höhere Gebäude ist als Komplementär zum Turm am Eingang des KBA-Betriebsgeländes gedacht.

„Gestaltung lebendiger Räume“ – mit diesem Slogan umschreibt die BPD Immobilienentwicklung GmbH ihr Kerngeschäft: Grundstücke kaufen, Wohnungen oder Häuser bauen und diese dann wieder verkaufen. Die harten Zahlen zum Werbespruch: Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen deutschlandweit fast 1800 Wohneinheiten verkauft und damit 515 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet – zehn Prozent mehr als 2016. Rund 250 Mitarbeiter, 14 Niederlassungen von Hamburg bis München, Stand Juni 3400 Wohneinheiten im Bau – zu den ganz kleinen Fischen zählt Bouwfonds Property Development jedenfalls nicht. „Wir sind die, die kommen, um zu bleiben“, so hat Ingo Schilling, Chef der Frankfurter BPD-Niederlassung vergangene Woche die Philosophie seines Unternehmens beschrieben. Sprich: Der Projektentwickler möchte dort, wo er aktiv wird, nicht einmal bauen und verschwinden, sondern „eine Visitenkarte abgeben“ und weitere Geschäfte einfädeln. Das Konzept von BPD, das seine Wurzeln in den Niederlanden in einem 1946 gegründeten kommunalen Wohnungsbauunternehmen hat und seit zwölf Jahren zur Rabobank-Gruppe gehört, sei überall ähnlich: „Die Leute sollen sich beheimatet fühlen, dazu gehören großzügige Kommunikationsflächen“, erklärt Schilling. Das soll auch beim in vier Abschnitten geplanten Bau der mehr als 140 Wohnungen auf dem KBA-Mitarbeiterparkplatz nicht anders sein. Auf dem Gelände zwischen den größtenteils in L-Form geplanten Gebäuden sollen sich, von Ausnahmen wie Rettungsfahrzeugen abgesehen, nur Fußgänger und Radler bewegen. Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU), der als Mitglied der sechsköpfigen Jury den Auswahlprozess und die Entscheidung pro BPD begleitet hat, lobt das Unternehmen für sein Engagement: „Es war spürbar, dass sie sich mit der Stadt und dem Standort beschäftigt haben“, sagt der OB. Sein persönlicher Eindruck: „BPD wollte das Projekt haben.“ Er macht das unter anderem daran fest, dass die Firma in Zusammenarbeit mit Architekten und Landschaftsplanern zu einem recht frühen Zeitpunkt sehr ins Detail gegangen seien. Dass sportlicher Ehrgeiz im Immobiliengeschäft durchaus eine Rolle spielt, daraus macht Manager Schilling keinen Hehl: Dass sein Unternehmen in Konkurrenz zu fünf Mitarbeitern den Zuschlag bekommen habe, „veredele“ diese Entscheidung. Es sei ein bisschen wie beim Fußball, wenn man nach einer langen Saison die Meisterschale in der Hand hält, spielt der Niederlassungsleiter auf den im Frühjahr gestarteten Investorenwettstreit an. Nicht nur in so einer besonderen Konstellation, sondern generell sei Ortskenntnis nicht von Schaden. „Sie können so ein Vorhaben nicht mit Google Earth planen“, betont Gunter Seibert, bei BPD für das Frankenthaler Projekt zuständig. Für eine gute Lösung seien Eindrücke von der Topographie und Wertigkeit der Gebäude in der direkten Nachbarschaft ebenso wichtig wie das Wissen um die Lage des Geländes in Beziehung zur weiteren Umgebung. Für BPD ist „Albert_Wohnen“ ein Projekt mittlerer Größenordnung. Ingo Schilling: „So ab 25 Wohneinheiten fängt es an, Spaß zu machen.“

Das Modell für das 1,2 Hektar große Areal zwischen Lambsheimer Straße und Petersgartenweg. Schwierig war für die Planer nach eig
Das Modell für das 1,2 Hektar große Areal zwischen Lambsheimer Straße und Petersgartenweg. Schwierig war für die Planer nach eigenen Angaben die Trapezform des Grundstücks.
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