Frankenthal Geheimnis und Abenteuer

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Einen spannend und packend geschriebenen Schmöker für den Winter hat Melanie Wolf, Buchhändlerin bei Thalia Frankenthal, als ersten Belletristiktipp des neuen Jahres anzubieten. Dagegen bevorzugt Tanita Schaffmeister ein Frühstück mit Elefanten: einen Sachbuch-Bestseller, der gute Laune macht.

Hinter dem Pseudonym Hanna Caspian verbirgt sich eine deutsche Autorin, die im Rheinland lebt und dort auch ihren Roman „Die Kirschvilla“ angesiedelt hat. Die Geschichte beginnt im Jahr 1926 und schwenkt anschließend in das Jahr 2014. Isabell ist auf dem Weg zu ihrer Oma Pauline, mit der sie zu einem Notar fahren will, denn Pauline soll ein Erbe antreten: Ihr Geburtshaus wurde ihr von ihrem Bruder Oskar hinterlassen. Es ist eine alte Villa, direkt am Rhein gelegen. Gemeinsam fahren die Frauen nach Köln, um sich ein genaueres Bild von dem Erbe zu machen. Beim Stöbern im Haus stoßen sie auf zwei alte Tagebücher aus den 1920er-Jahren. Diese Tagebücher bringen Licht in einen Teil von Isabells Familiengeschichte, die ihre Oma Pauline und auch Isabell sehr aufwühlen. Melanie Wolf weist darauf hin, dass die Familiensaga auf zwei Zeitebenen spielt. Ganz besonders gut haben ihr die Übergänge von der einen auf die andere Zeitebene gefallen, die dennoch zu keinem Bruch innerhalb der Story führten. Wundervoll fand sie auch die Beschreibungen der Villa, des riesigen parkähnlichen Gartens und des Kirschbaums, der sich auch im Buchtitel wiederfindet. Das alles konnte sie sich beim Lesen sehr gut bildlich vorstellen. Ihre abschließende Meinung: „Ein wunderschöner Frauenroman, der den Leser ins Köln der 20er-Jahre entführt und der es versteht, tragische Ereignisse und Familiengeheimnisse mit großen Gefühlen und einer tollen Liebesgeschichte zu verknüpfen.“ Als „Gute-Laune-Buch, das Lust auf Abenteuer macht“, bezeichnete eine Kritikerin das Buch der Fernsehredakteurin und Reiseautorin Gesa Neitzel, die in der afrikanischen Savanne ihr neues Zuhause gefunden hat. In „Frühstück mit Elefanten“ hat die frisch gebackene Rangerin ihre Erfahrungen und Eindrücke in einer Art Tagebuch festgehalten. In unserem heutigen Alltagsstrom, abhängig von Handys, Computern, Job und Wohnung, sei es manchmal sehr schwer, für die kleinen Dinge im Leben Zeit und die richtige Wertschätzung zu finden, beurteilt Tanita Schaffmeister das Buch. „Gesa Neitzel ist einer dieser Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen und etwas daran ändern.“ Seit einiger Zeit sei bei der Autorin der Wunsch gewachsen, nach Afrika zu gehen und Rangerin zu werden. Über ihre eigenen Zweifel und die der anderen hinweg machte sie sich auf in diese andere Welt, von der man so wenig bei uns kennt und versteht. Zwölf Monate voller Abenteuer teilt sie mit ihren Lesern in diesem Buch. Abenteuer zum Träumen und Entspannen, aber auch Schreckensmomente und Gefahren, die sie bewältigen musste. Gesa lernte, sich in der wilden Natur zurechtzufinden, erlebte den Kontakt mit großen, unberechenbaren Tieren, aber auch den kleinen, oft sehr gefährlichen. Sie übte sich darin, Spuren zu lesen und den Weg zurückzufinden, ganz ohne Navi oder andere Hilfsmittel. Und vor allem lernte sie, die Ruhe und das Wunder der Natur wahrzunehmen, Handy und Laptop als unwichtiges Utensil zu betrachten und mit sich selbst im Einklang zu sein. Tanita Schaffmeister schwärmt: „Hier findet man eine wunderschöne Schilderung einer Frau, die ihr Leben selbst anpackt und dem Alltagstrott entflieht. Ein toller Lesestoff für alle Fernweh-Menschen und Sonnenuntergang-Liebhaber.“ Bestseller —Belletristik Michael Landgraf – Der Protestant Jilliane Hoffman – Insomnia Carmen Korn – Töchter einer neuen Zeit —Sachbuch Andreas Englisch – Franziskus Michael Mittermeier – Die Welt für Anfänger Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren |dk

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