Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: VfR Frankenthal besiegt ESV Ludwigshafen 3:1

 Florian Kaiser (rechts) legte den zweiten VfR-Treffer auf, den 3:1-Schlusspunkt setzte der Rückkehrer dann selbst.
Florian Kaiser (rechts) legte den zweiten VfR-Treffer auf, den 3:1-Schlusspunkt setzte der Rückkehrer dann selbst.

Der VfR Frankenthal hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Vorderpfalz am Sonntag ein Lebenszeichen gesendet. Im ersten Meisterschaftsspiel des Jahres besiegte die Mannschaft von Trainer Martin Wohlschlegel den ESV Ludwigshafen in Unterzahl 3:1 (1:1). Die Frankenthaler verließen daraufhin den letzten Tabellenplatz. Dort steht jetzt mit dem SC Bobenheim-Roxheim der nächste Gegner des VfR.

Wohlschlegel war mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Wir haben hinten gut gestanden und haben kaum Konter des Gegners zugelassen“, sagte der Übungsleiter nach der Begegnung. „Wir haben vieles richtig gemacht.“ Den jungen Moritz Braun, der bis zum vergangenen Dezember studiumsbedingt in Australien weilte, hatte er in die Startelf berufen. Dies sei eine Bauchentscheidung gewesen, erklärte Wohlschlegel. „Ich hatte zunächst überlegt, ihn auf die Bank zu setzen.“ Dass er sich anders entschied, war goldrichtig. Braun lieferte in der Innenverteidigung neben Kapitän Patrick Corell eine saubere Partie ab.

Die Frankenthaler erwischten am Sonntag den besseren Start und gingen nach 14 Minuten durch Matteo Randazzo in Führung. Tobias Winsel hatte Florian Braun auf dem rechten Flügel ins Laufduell mit seinem Gegenspieler geschickt, Randazzo verwandelte Brauns Hereingabe freistehend aus rund zwölf Metern. Die ersatzgeschwächten Gäste fanden nicht wirklich in die Partie. „Wir haben aktuell sehr viele Verletzte. Ali Burc wurde eine Zyste entfernt, und Kevin Müller musste arbeiten“, sagte ESV-Spielleiter Alex Vogiatzoglou.

Gäste bestrafen VfR-Fehler

Giuseppe Moncada hätte nach 28 Minuten auf 2:0 für den VfR erhöhen müssen, als er alleine vor ESV-Torhüter Peter Provo auftauchte. Moncada traf aber die falsche Entscheidung. Anstatt den Ball am Keeper vorbeizuspielen, lupfte er die Kugel über das Tor der Gäste. Stattdessen trafen die „Eisenbahner“. Damit bestraften sie einen Fehler des VfR im Spielaufbau eiskalt. Nicola Maillet passte zu Torjäger Hasan Yüceer, und der erzielte mit seinem 17. Saisontreffer den Ausgleich (36.).

Es kam noch schlimmer für die Gastgeber: Nach einem langen Abschlag von Provo nahmen Winsel und Corell Maillet in die Zange. Schiedsrichter Fabian Brune entschied auf Notbremse und zeigte Winsel die Rote Karte. Die Folge waren einige lautstarke Diskussionen zwischen beiden Teams sowie mit dem Schiedsrichter, die bis in die Halbzeit hinein dauerten. „In der Kabine mussten wir uns erst mal wieder beruhigen“, bekannte Wohlschlegel.

Kaya bringt Stabilität in Abwehr

Er brachte zur zweiten Halbzeit Defensivmann Halil Kaya für Stürmer Fajton Syla. Das brachte dem VfR wieder Stabilität in der Abwehr. Nach vorne lief allerdings nicht mehr allzu viel. Weil der ESV aus seiner Überzahl nichts machte, blieben Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Bis zur 68. Minute: Da tauchte der starke Florian Kaiser frei vor Provo auf. Der konnte seinen Schuss aber abwehren, auch der Nachschuss von Randazzo brachte nichts ein.

Fünf Minuten später dribbelte Kaiser am Strafraum entlang und passte den Ball nach rechts zum eingewechselten Oguzhan Lozan. Der schoss die Kugel ins lange Ecke – 2:1 für die Gastgeber. Zehn Minuten vor Spielende war es dann Kaiser selbst, der für die Entscheidung sorgte. Randazzo hatte den Ball im Mittelfeld erobert und passte zu Kaiser. Während sich Provo auf den Hosenboden setzte, schob Kaiser ins leere Tor ein.

Die Frankenthaler machten durch den Sieg einen Rang in der Tabelle gut. Mit 15 Punkten kletterten sie auf den vorletzten Platz. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) treffen sie auswärts auf das aktuelle Schlusslicht SC Bobenheim-Roxheim.

So spielten sie

VfR Frankenthal: Cetin - Rebholz, Corell, Moritz Braun, Graf - Florian Braun (37. Lozan), Winsel, Randazzo, Moncada - Kaiser (82. Ksinzik) - Syla (46. Kaya)

ESV Ludwigshafen: Provo - Wehrle (72. Buttaccio), Haxhijaj (64. Hajrovic), Ristic (84. Zeqiraj), Ledwina - Maillet, Tchouamo, Wollnik, Strohmeier - Yüceer, Yesil

Tore: 1:0 Randazzo (14.), 1:1 Yüceer (36.), 2:1 Lozan (73.), 3:1 Kaiser (80.) - Gelbe Karten: Winsel, Randazzo - Buttaccio, Yüceer - Rote Karte: Winsel (39.) - Beste Spieler: Randazzo, Kaiser - Strohmeier, Provo - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Brune (Rheinzabern).

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