Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Keine Schiedsrichter mehr aus Baden und Südpfalz für A-Klasse Rhein-Pfalz

Adnan Abdel-Ghani (links) und die DJK SW Frankenthal sind nach vier Jahren wieder zurück in der A-Klasse. Archivfoto: BOLTE
Adnan Abdel-Ghani (links) und die DJK SW Frankenthal sind nach vier Jahren wieder zurück in der A-Klasse. Archivfoto: BOLTE

Bei der Vorrundenbesprechung der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz im Clubhaus des FV Freinsheim hat Staffelleiter Bernd Schäfer (Freinsheim) Meister SC Bobenheim-Roxheim für Platz eins in der Fair-Play-Tabelle gelobt. Nach vier Jahren ist die DJK SW Frankenthal wieder in der Liga zurück.

Ein Spiel dauert 90 Minuten – das wusste schon Alt-Bundestrainer Sepp Herberger. Daran angelehnt gilt: Eine Vorrundenbesprechung dauert rund zwei Stunden. Wenn es dumm läuft, auch länger. Bei der Tagung der A-Klasse Rhein-Pfalz war der Spuk allerdings nach noch nicht einmal eineinhalb Stunden vorüber.

Da sich alle Redner auf das Wesentliche beschränkten und auf zeitraubendes Ausschmücken der einzelnen Punkte verzichteten, ging die Sitzung erfreulich zügig über die Bühne. Und, mal ehrlich, die Zahl der Vereinsvertreter, die gedanklich abschweifen, wenn sie zum 20. Mal Hinweise zum Umgang mit dem E-Postfach der Klubs hören, dürfte hoch sein. Und den Spruch, dass dem Schiedsrichter die Trikotfarbe schwarz vorbehalten ist, können sicher auch einige aufsagen, wenn man sie nachts um 3 Uhr wecken würde.

„Das Spieljahr verlief problemlos. Es gab kaum Reibungspunkte. Wir hatten keinen Spielabbruch, und nur drei Partien sind witterungsbedingt ausgefallen“, freute sich Klassenleiter Schäfer. Einschränkungen machte er nur in Sachen Fair-Play. Bemerkenswert sei das Auftreten von Meister und Aufsteiger SC Bobenheim-Roxheim gewesen. 40 Gelbe, eine Gelb-Rote und keine Rote Karte machten den SC zum mit Abstand fairsten Team der Liga. Neuling ASV Heßheim (53/0/2) folgt auf Rang drei, Mitaufsteiger MTSV Beindersheim (64/1/4) ist Siebter. Die DJK Eppstein (66/2/5) landet auf Platz zehn, und Absteiger TuS Dirmstein (86/3/2) belegt den zwölften Platz. „Die Zahl der Gelben Karten ist zwar gegenüber dem Vorjahr von 1037 auf 1015 gesunken, aber alles, was über 1000 ist, ist inakzeptabel“, verdeutlichte Schäfer. Die Zahl der Ampelkarten ging von 60 auf 47 zurück, dafür gab es 50 Rote Karten nach 37 in der Runde 2017/18, was der Staffelleiter als „deutlich zu hoch“ bezeichnete.

Der Schiedsrichter-Obmann des Fußball-Kreises Rhein-Pfalz, Roland Schäfer (Frankenthal), berichtete, dass der Kreis Südpfalz ohne näher definierte Gründe den Austausch der Referees eingestellt habe. „Das ist sicher ein Grund dafür, dass sich die Kosten der Vereine für die Unparteiischen etwas verringert haben. Sie betrugen im Schnitt 45,70 Euro pro Partie“, warf Bernd Schäfer ein. Roland Schäfer ergänzte, dass der Austausch mit Mannheim abgebrochen werde. „In Nordbaden wurden die Spesen drastisch erhöht. Die gestiegenen Kosten wollen wir unseren Vereinen nicht zumuten“, erläuterte der Obmann. Die Spiele der A-Klasse werden künftig von Unparteiischen der Kreise Rhein-Pfalz, Rhein-Mittelhaardt, Worms, Donnersberg und Bergstraße geleitet. Das für die Liga vorgeschriebene Schiedsrichter-Soll von drei Unparteiischen verfehlen Schwarz-Weiss Frankenthal, Heßheim (je einer), DJK Eppstein und Beindersheim (je zwei).

Der Leiter des Kreispokals, Klaus Hilbrecht (Beindersheim), berichtete von einer Reform des Wettbewerbs. „Bisher hatte jede Mannschaft von der A- bis zur C-Klasse die Möglichkeit teilzunehmen. Ab sofort kann jeder Verein nur noch mit einem Team starten“, erklärte Hilbrecht. Statt 78 Mannschaften wie in der Runde 2018/19 haben jetzt nur noch 52 Teams gemeldet. „Weil der TuS Dirmstein sein Team zurückgezogen hat, sind es nur noch 51“, ergänzte Hilbrecht. Die erste Runde wird planmäßig am 20. August ausgetragen. Am 17. September folgt eine Qualifikationsrunde, der sich das Achtel- (15. Oktober) und das Viertelfinale (12. November) anschließen. Halbfinale und Endspiel, das über Ostern stattfinden soll, folgen nach der Winterpause.

Die Vereinsvertreter lehnten mehrheitlich eine Erhöhung der Eintrittspreise ab. So bleibt es bei drei Euro, die ermäßigte Karte kostet zwei Euro, Frauen zahlen auch.

Der Rundenstart

  • 1. Spieltag (4. August): TSG Eisenberg - ASV Heßheim, SG Maudach - FV Freinsheim, MTSV Beindersheim - Ludwigshafener SC II, SV Obersülzen - Arminia Ludwigshafen II, SV Schauernheim - SV Weisenheim, VfR Friesenheim - SW Frankenthal, Amed Ludwigshafen - VfR Grünstadt II (alle Sonntag, 15 Uhr). Croatia Ludwigshafen - DJK Eppstein (verlegt auf 4. September, 18.30 Uhr).
  • 2. Spieltag (10. und 11. August): Heßheim - KSV Amed (Samstag, 17.30 Uhr), Grünstadt II - Friesenheim, SW Frankenthal - Schauernheim, FC Arminia II - Beindersheim (alle Sonntag, 15 Uhr), Eppstein - Eisenberg (Sonntag, 15.15), LSC II - Maudach, Freinsheim - FC Croatia (beide Sonntag, 15.30 Uhr), Weisenheim - Obersülzen (Sonntag, 15.45 Uhr).

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