Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Für die Vereine aus und um Frankenthal ist an Mannschaftstraining nicht zu denken

Nichts geht mehr: Das gilt derzeit auch für die Fußballplätze in der Region, hier der Kunstrasenplatz in der Frankenstraße, auf
Nichts geht mehr: Das gilt derzeit auch für die Fußballplätze in der Region, hier der Kunstrasenplatz in der Frankenstraße, auf dem die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal ihre Heimspiele austrägt.

Fussball: Die anderen regionalen Sportverbände waren schon etwas weiter, als der Südwestdeutsche Fußballverband den Spielbetrieb am 13. März unterbrochen hat. Für die Vereine kam es nicht überraschend. An Mannschaftstraining ist wegen der Corona-Krise nicht zu denken.

Bezirksligist SC Bobenheim-Roxheim hätte eigentlich noch beim VfB Haßloch antreten sollen. Doch just an diesem Freitag, 13. März, wurden alle Spiele im Bereich des Südwestdeutschen Fußballverbands (SWFV) abgesagt. Der SC war somit als eine der ersten Mannschaften von den kurzfristigen Spielabsagen betroffen. „Wir hatten aber bereits am Freitagmorgen zusammen mit dem Vorstand beschlossen, dass wir in Haßloch nicht antreten werden“, berichtet SC-Spielertrainer Benjamin Montino. „Die Gesundheit steht klar an erster Stelle.“ Der Bezirksligist hatte sich dann entschieden, in Kleingruppen zu trainieren. Doch auch das war aufgrund der Sperrung des Platzes am Binnendamm nicht mehr möglich. „Wir machen jetzt mal eine Woche Pause. Ich denke, wir setzen uns dann mal zusammen und sehen dann mal weiter“, sagt Montino. Seine Spieler sollen sich bis dahin mit Fahrradfahren, Läufen und Stabilitätsübungen fit halten. „Ob jemand was in dieser Richtung macht, kann ich aber natürlich nicht kontrollieren“, bemerkt der Spielertrainer mit einem Augenzwinkern.

MTSV-Spieler sollen freiwillig joggen

Bei A-Klassist MTSV Beindersheim hatte man sich schon auf das Derby gegen den ASV Heßheim gefreut. „Wir waren gut drauf und hätten das Spiel schon noch gerne ausgetragen. Das wäre ein Spiel mit super Stimmung und sehr vielen Zuschauern für uns gewesen“, sagt Manuel Fruth, Spielertrainer des MTSV. Eigentlich hätte man jetzt einmal in der Woche trainieren wollen. Das Training wäre für alle freiwillig gewesen, betont Fruth. Durch die Ausgangsbeschränkungen sei dieses Vorhaben aber jetzt natürlich hinfällig. Er habe seinen Spielern mitgeteilt, dass er von ihnen erwarte, dass sie einmal die Woche joggen gehen. „Nachkontrollieren kann ich das natürlich nicht, aber sie sollen sich fit halten. Man weiß ja nicht, wann es weitergeht“, meint Fruth. Die Situation sei momentan nicht nur für seine Spieler, sondern für alle Vereine schwierig.

Hinkel: Gute Entscheidung

Beindersheims Ligakonkurrent DJK Eppstein erreichte die Aussetzung des Spielbetriebs vor dem Topspiel zu Hause gegen Tabellenführer SV Weisenheim am Sand. „Gesundheit geht vor. Wir hatten auch schon überlegt, den Weisenheimern eine Verlegung vorzuschlagen, weil es in unseren Reihen schon Bedenken über die Austragung gab“, erzählt Eppsteins Coach Tobias Hinkel. „Wir sprechen in unserem Fall von einem Freizeitsport. Mit der Absetzung der Spiele hilft man mit, den Ansteckungsfaktor des Coronavirus runterzufahren. Deshalb war das eine gute Entscheidung“, führt er aus. Wie Hinkel mitteilt, gebe es derzeit eine Menge Verletzte im Team. „Die Jungs sollen sich jetzt mal erholen. Dann sehen wir, wie wir weiter verfahren.“

Trainingspläne für die VfR-Kicker

Zwei Siege aus zwei Spielen. Das ist die Bilanz des Bezirksligisten VfR Frankenthal im neuen Jahr. Die Mannschaft von Trainer Martin Wohlschlegel hatte sich mit den Erfolgen neuen Mut im Kampf gegen den Abstieg aus der Bezirksliga geholt. Gegen die FG 08 Mutterstadt, ein Konkurrent im Tabellenkeller, hätte im Ostparkstadion Sieg Nummer drei folgen sollen. Doch dann kam die Absage. „Das hatte sich am Anfang der Woche damals schon etwas abgezeichnet. Aber es war richtig und wichtig, dass die Partien abgesagt wurden“, stellt Wohlschlegel klar. Da auch Fitnessstudios mittlerweile geschlossen sind, will der Coach Trainingspläne für seine Spieler ausarbeiten. „So sollen sich die Jungs etwas fit bleiben“, sagt der VfR-Trainer. Er rechne aber ohnehin nicht damit, dass in den kommenden Wochen ein Ball rollt. Es gebe bei dem Virus ja auch eine gewisse Inkubationszeit. „Wenn man sieht, dass beispielsweise die Dritte Liga bis Ende April ausgesetzt ist, dann glaube ich nicht, dass wir vor Anfang Mai spielen können. Wenn überhaupt“, sagt Wohlschlegel.

x