FRANKENTHAL RHEINPFALZ Plus Artikel Friedhofspflege in der Kritik

Auch mit Folgen der langen Trockenheit erklärt die Verwaltung den Zustand dieser Rasenfläche.
Auch mit Folgen der langen Trockenheit erklärt die Verwaltung den Zustand dieser Rasenfläche.

Über mangelnde Pflege von Rasengräbern auf dem Friedhof in Eppstein beschwert sich RHEINPFALZ-Leserin Christine Haas. Vor vier Jahren habe sie ein solches erworben. Mit im Preis inbegriffen seien Pflege und Bewässerung.

„Leider hat die wildwuchernde Unkrautwiese nichts mit einem Rasengrab zu tun“, schreibt die Eppsteinerin an die RHEINPFALZ. Angehörige von Bestatteten in Nachbargräbern hätten bei der Stadt angefragt und seien damit vertröstet worden, dass Personalmangel herrsche. Den Zustand des eigenen Grabes habe sie etwas verbessern können, schreibt Haas, aber von angrenzenden Flächen finde das Unkraut immer wieder seinen Weg.

Der Zustand des Vorort-Friedhofs war vor den Sommerferien Thema in der Eppsteiner Ortsbeiratssitzung gewesen. Marietta Mayer, Abteilungsleiterin Friedhofswesen, hatte da gesagt, dass es wegen Corona Rückstände gebe. Die würden aber noch aufgearbeitet. Christine Haas sagt aber auf Nachfrage der RHEINPFALZ, die Rasengräber in Eppstein seien schon seit Jahren in gleichbleibend schlechtem Zustand – sehr viel Unkraut, mehr Wiese denn Rasen, mit seltener Pflege.

Unkrautjäten einmal jährlich

Die städtische Pressestelle antwortet auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass man bei der Friedhofsverwaltung bei den Erdrasengräbern weitaus weniger Probleme mit Unkraut sehe als auf den Urnenrasengräbern. Sowohl Erdrasengräber als auch Urnenrasengräber auf dem Friedhof in Eppstein würden in regelmäßigen Abständen durch die Mitarbeiter der Abteilung Friedhofs- und Bestattungswesen des Eigen- und Wirtschaftsbetriebs (EWF) gepflegt. Die Pflegegänge beinhalteten neben dem Mähen und dem Wässern der Fläche auch einmal jährlich das Entfernen des Unkrauts.

„Auf Grund der langen Trockenheit im letzten Jahr konnte der Rasen kaum wachsen, was einen erhöhten Unkrautanteil auf der Rasenfläche nach sich gezogen hat“, schreibt die Pressestelle speziell zu den Urnenrasengräbern. Diese Problematik lasse sich auf allen Frankenthaler Friedhöfen vorfinden. Neugesäter Rasen werde schnell wieder von Unkraut beim Wachsen erstickt. Zusätzlich werde durch die schattige Lage des Urnenrasengrabfeldes in Eppstein das Wachsen des Rasens erschwert.

Prüfung läuft

Zurzeit prüfe die Friedhofsverwaltung, wie Rasenflächen bei den Urnenrasengräbern auf den Frankenthaler Friedhöfen besser angelegt werden könnten und der Bewuchs mit Unkraut verringert werden könne. Die Mitarbeiter des Eigen- und Wirtschaftsbetriebes täten ihr Bestes, so die Antwort der Pressestelle abschließend.

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