Frankenthal
Frankenthal: Katholiken in Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit wählen Gremien
Unter dem Leitwort „Zusammen wachsen – weiterdenken“ stehen am 16. und 17. November die Pfarrgremienwahlen in der Diözese Speyer. Die Katholiken in der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit Frankenthal sind aufgerufen, über die künftige Zusammensetzung von Pfarrei- und Verwaltungsrat sowie der sechs Gemeindeausschüsse zu entscheiden. Dabei sind 64 Sitze neu zu vergeben.
Mit Blick auf die praktische Umsetzung des kürzlich verabschiedeten pastoralen Konzepts (wir berichteten) sprach Pfarrer Stefan Mühl gegenüber der RHEINPFALZ von einer sehr wichtigen Wahl und von einer Weichenstellung für das Zusammenspiel zwischen Pfarrei und Gemeinden in den nächsten vier Jahren. Gerade den Gemeindeausschüssen komme große Bedeutung zu, da sie das kirchliche Leben vor Ort gestalteten. „Die Wahl bietet eine Möglichkeit, Demokratie zu leben und auszuüben.“
Während dem Pfarreirat zusammen mit dem Pastoralteam die zentrale Aufgabe zukommt, für ein ausgewogenes und attraktives Seelsorgeangebot zu sorgen und das Zusammenwachsen der Gemeinden zu fördern, kümmert sich der Verwaltungsrat um die hierfür notwendigen personellen, räumlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. „Auf dieses Gremium kommt einiges zu, werden doch die Mittel und die Schlüsselzuweisungen aus Speyer immer geringer“, erklärte Mühl.
Nicht für alle Gremien erforderliche Anzahl an Kandidaten gefunden
Der Leitende Pfarrer bedauert, dass nicht für alle Gremien die erforderliche Anzahl an Kandidaten (zu vergebende Sitze plus eine Person) gefunden worden sei, sodass es in nahezu allen Gemeinden – außer in St. Ludwig – zu einer ergänzenden Urwahl komme. Das bedeutet, dass die Wähler zu den auf den Stimmzettel vermerkten Kandidaten weitere Namen – bis zur maximalen Anzahl der in den jeweiligen Gremien zu vergebenden Sitze – hinzufügen können. Den im Vergleich zu 2015 deutliche Rückgang um 21 Kandidaten führt Stefan Mühl auf die fehlende Bereitschaft zu einer längerfristigen Bindung und auch auf die durch den Missbrauchsskandal ausgelöste Vertrauenskrise in der Kirche zurück.
Für den Pfarreirat und Gemeindeausschuss wahlberechtigt sind Katholiken ab 16 Jahren. Wer gefirmt ist, darf auch schon wählen, wenn er jünger als 16 Jahre ist. Die Stimmabgabe für den Verwaltungsrat setzt die Vollendung des 18. Lebensjahres voraus. Gewählt wird in der Gemeinde, die auf der Wahlbenachrichtigungskarte angegeben ist. Wer sich für Briefwahl entscheidet – vor vier Jahren war dies knapp die Hälfte der Wähler –, muss die Unterlagen bis spätestens Freitag, 15. November, beim Pfarrbüro in der Vierlingstraße beantragen. Bekanntgegeben werden die Ergebnisse der Pfarrgremienwahlen am Sonntag, 17. November, ab 19 Uhr bei einer großen Wahlparty im Ludwigsaal.
Theo Wieder, Vorsitzender des Pfarreirats, ermuntert die Frankenthaler Katholiken, von ihrem Wahlrecht als einem wichtigen Element innerkirchlicher Demokratie Gebrauch zu machen. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ thematisierte er das pastorale Konzept, das nicht von Machtstrukturen dominiert werde. Vielmehr seien darin die inhaltlichen Schwerpunkte für die Zukunft der Pfarrei von Laien basisdemokratisch erarbeitet worden. „Nehmen Sie Ihr Recht zur Mitgestaltung wahr, um das Gemeindeleben voranzubringen“, lautete Wieders Appell.
Zur Sache: Kandidaten, Wahlzeiten und -lokale
61 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich in den sechs Gemeinden der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit zur Wahl für den Pfarreirat (PR), Verwaltungsrat (VR) und Gemeindeausschuss (GA).
St. Ludwig:
PR: Thomas Kohn, Margot Schäfer, Theo Wieder;
VR: Walter Becker, Thomas Kohn, Beatrix Liebrich;
GA: Hermann Arnold, Gertrud Bappert, Liselotte Baum, Martina Baum, Ute Bischof, Christian Michael Danecker, Barbara Eßwein, Vera Hildebrandt, Waltraud Kisling, Thomas Kohn, Elisabeth Klotz, Beatrix Liebrich, Monika Petry, Tobias Reis, Brigitte Schröder, Karin Wieder.
Wahllokal 1: Kirche St. Dreifaltigkeit, Sa von 11 bis 12 Uhr und So von 17 bis 18 Uhr;
Wahllokal 2: Kirche St. Ludwig, So von 10 bis 11 Uhr und von 12 bis 13 Uhr.
St. Jakobus:
PR: Anton May, Christiane May;
VR: Gustav Appeltauer, Dietmar Groß;
GA: Grete Fehrenbach, Yitbarek Gebreyohannes, Doris May, Gisela Paschek, Natalie Tosic, Mariola Walter.
Wahllokal: Ökumenisches Gemeindezentrum, Sa von 10 bis 12 Uhr, So von 10.30 bis 11 Uhr und von 12 bis 15 Uhr.
St. Paul:
PR: Paul Dyckmans, Mathias Pietruschka;
VR: Mike Burkhardt, Manfred Fleißner;
GA: Jutta Dyckmans, Ursula Maurer, Ulrike Melzer, Tatjana Pietruschka, Christiane Riefer, Jürgen Walter.
Wahllokal: Pfarrheim St. Paul, So von 8 bis 9.30 Uhr und von 10.30 bis 13 Uhr.
St. Cyriakus Eppstein/Flomersheim:
PR: Simone Breyer-Volz, Cornelia Wetzel;
VR: Werner Bernhardt, James Alexander Cranshaw, Alexandra Mohr;
GA: Sylvia Classen-Czeczerski, Donata Hayer, Stefanie Kocab Monge, Monika Ludwig, Otto Magin, Christine Müller, Gabriele Trowe.
Wahllokal 1: Kirche St. Cyriakus Eppstein, Sa von 16.30 bis 19.30 Uhr;
Wahllokal 2: Kirche St. Thomas Morus Flomersheim, So von 11 bis 12 Uhr.
Heilig Kreuz Mörsch:
PR: Christine Pfeufer;
VR: Michael Seider, Daniel Winkes;
GA: Ida Günderoth, Alexandra Seitz, Eva Wild, Manfred Wild.
Wahllokal: Pfarrheim Adolph-Kolping-Haus, Sa von 16 bis 18.15 Uhr und von 19.30 bis 20.30 Uhr, So von 10 bis 15 Uhr.
St. Georg Studernheim:
PR: Lucia Bömicke, Rainer Jacquemin;
VR: Manuel Baqué, Luzian Kubis;
GA: Klaus Lippe, Tanja Marx, Brigitte Ober, Barbara Sczepanski, Brigitte Wolf, Barbara Zimmer.
Wahllokal: Pfarrheim St. Georg, So von 9 bis 18 Uhr.