Frankenthal Frankenthal: Isenachsporthalle muss erneut saniert werden
In der Isenachsporthalle muss noch einmal im größeren Stil gewerkelt werden: Über den Sommer hinweg erneuert die Stadt nach einem Wasserschaden dort die sanitären Anlagen. Dieses Vorhaben hatte ebenso wie fehlende Hallenbelegungspläne für Aufregung bei den Sportvereinen in Eppstein und Flomersheim gesorgt.
Mangelnde Information zur möglicherweise erneuten Schließung der Isenachsporthalle in Flomersheim im Sommer, Verzögerungen bei der Vergabe von Hallen-Trainingszeiten für den Sommer, die ab dem 1. April gelten sollten, fehlende Sportgeräte nach der Wiederinbetriebnahme der Halle nach der Belegung mit Flüchtlingen. Klagen gegenüber der Stadtverwaltung gab es Mitte April bei der Jahreshauptversammlung des TSV Eppstein gleich zu mehreren Punkten. Die Stadtverwaltung bestätigt: Vom 25. Juni bis 25. September soll der Sanitärbereich der Isenach-Sporthalle saniert werden. Der Trainingsbetrieb sei allerdings weiterhin möglich.
Sanitäranlagen werden erneuert
Die Badminton-Abteilung des TSV hatte bei der Jahreshauptversammlung angefragt, ob und wie im Sommer die Isenachsporthalle im Sommer zur Verfügung stehe. Abteilungsleiter Carsten Wegner hatte von Bauarbeiten gehört, aber bis dato keine genauen Informationen erhalten. „In diesem Sommer wird der gesamte Sanitärbereich der Isenach-Sporthalle entkernt und umgebaut“, informiert die Pressestelle der Stadt auf Anfrage. Die Notwendigkeit habe man bei der Hallensanierung im vergangenen Jahr festgestellt. Die Arbeiten seien damals wegen der Höhe der Mehrkosten ausgeklammert worden, sollen jetzt aber mit Beginn der Sommerferien starten. Dies betreffe zunächst nur Badmintonspieler des TSV. Diese trainierten im Sommer in der Halle, seien aber über die Einschränkungen informiert worden.
Barrierefreie Waschplätze
Alle Wasch-, Dusch- und Toilettenräume für Schüler und Lehrer werden entkernt. Danach stehen laut Stadtverwaltung neben neuen Toiletten in jedem Duschraum vier Dusch- und zwei Waschplätze barrierefrei zur Verfügung. Auch die Behindertentoilette am Eingang werde saniert. Die Baustelle soll fachmännisch mit einer Staubwand von der Halle abgeschirmt werden. Die Sanitäranlagen bei den Umkleiden und die Behindertentoiletten seien in der Bauzeit nicht zu nutzen. „Wir haben aber für Ersatz gesorgt und werden provisorisch Umkleiden und Ersatz-Toiletten einrichten, damit der Sportbetrieb weitergehen kann“, wirbt Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) um Verständnis. Bis zu den Ferien sei die Hallennutzung wie gewohnt möglich.
Zutritt über Nebenraum
Der Zutritt in die Isenach-Sporthalle erfolge nach dem Baustart von Norden über einen Nebenraum. Durch die Staubwand seien weitere Räume, beispielsweise die von der Arbeiterwohlfahrt genutzte Küche, nicht zugänglich. Die Stadtverwaltung sei mit den Betroffenen in Kontakt und habe Unterstützung zugesagt. Auch mit der Grundschule Eppstein-Flomersheim führe die Stadt Gespräche, sagt Knöppel. „Wir prüfen gerade, ob die Einschulfeier wie gewohnt stattfinden kann.“ TSV-Vorsitzender Gerhard Sauvage und Übungsleiter des Vereins hatten bei der Jahreshauptversammlung zudem moniert, dass nicht alle Sportgeräte nach der Belegung mit Flüchtlingen wieder in die Isenachsporthalle gekommen seien, beziehungsweise kein Ersatz angeschafft wurde, obwohl dies der ehemalige Oberbürgermeister Theo Wieder (CDU) versprochen habe.
Sportgeräte verteilt und eingelagert
Während der Nutzung der Isenach-Sporthalle als Notunterkunft seien die Sportgeräte teilweise eingelagert und verteilt worden, antwortet die Pressestelle auf diesen Teil der RHEINPFALZ-Anfrage. „Nach der Nutzung als Notunterkunft wurde eine erste Grundausstattung für den Schul- und Vereinsbetrieb vom neuesten Stand beschafft“, so die Pressestelle. „Eine exakte Eins-zu-eins-Ersatzbeschaffung hat es, bedingt durch haushaltsrechtliche Vorgaben 2017, tatsächlich nicht gegeben“, wird eingeräumt. Vielleicht seien ja aber auch nicht mehr alle genutzt worden. Das Schulbudget sehe in diesem Jahr Haushaltsmittel vor, die in den nächsten Wochen zur Anschaffung weiterer und noch fehlender Sportgeräte verwendet werden. Die Verwaltung werde im Mai abfragen, was noch zu ersetzen sei. Es könnten auch neue Wünsche geäußert werden. Die Vereine hätten zudem einen finanziellen Ausgleich für die Anschaffung kleinerer Gegenstände erhalten, so die Verwaltung.
Nicht rechtzeitig informiert
„Leider wurden die Belegungszeiten für die Sommermonate nicht rechtzeitig bekanntgegeben“, so die Stadt zum dritten Anfragepunkt ein. Grundsätzlich gälten diese immer ab 1. April. Die Verwaltung habe jedoch nach der Abgabefrist viele Vereine noch einmal kontaktieren müssen, da keine Meldung vorgelegen habe. „Durch diesen erhöhten Aufwand konnten wir leider nicht rechtzeitig informieren, waren aber mit den Vereinen im Gespräch. Die Sommerzeiten wurden den Vereinen zwischenzeitlich übermittelt“, entschuldigt sich die Bereichsleiterin Monica Umstadt. „Grundsätzlich sind die Belegungszeiten im Sommer aber nicht so eng, da es mehr Trainingsmöglichkeiten unter freiem Himmel gibt und meist nicht mit großen Veränderungen in den Trainingszeiten zu rechnen ist.“