Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Frankenthal: 109 Teilnehmer bei ADAC-Fahrradturnier

Lena Hummel aus Esthal auf dem Parcours. In ihrer Altersklasse kam sie auf Platz drei.
Lena Hummel aus Esthal auf dem Parcours. In ihrer Altersklasse kam sie auf Platz drei. Foto: BOLTE

109 junge Radler haben sich in Frankenthal am ADAC-Fahrradturnier um die Pfalzmeisterschaft beteiligt. Die meisten Plätze unter den jeweils besten Drei ihrer Altersklasse sammelten am Sonntag Teilnehmer aus Esthal.

Die jüngeren Teilnehmer des Finales in der Sporthalle Am Kanal lassen den richtigen Sitz der Helme vorsichtshalber noch von den Eltern überprüfen, die älteren machen das lässig selbst. Doch ehe es losgeht, müssen die 109 Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 15 Jahren erst einmal erfasst werden und bekommen ihre Turniernummern. Die Verantwortlichen des ADAC und des ausrichtenden Motorsportclubs (MSC) Frankenthal haben alle Hände voll zu tun. Also Helm noch mal absetzen und zuhören, was zu beachten ist. „Das weiß ich doch alles“, meint ein Mädchen – sie möchte am liebsten gleich loslegen.

Die Finalisten sind gut vorbereitet, denn sie haben sich in den Regionalturnieren in der Vorderpfalz, Westpfalz und Südpfalz für dieses Abschlussturnier qualifiziert. Daran nahmen insgesamt 257 junge Radler teil. Pfalzweit waren laut ADAC insgesamt 6500 Kinder bei 130 Turnieren am Start.

Räder werden getestet

Bevor in drei Altersgruppen, acht bis neun Jahre, zehn bis elf Jahre und 12 bis 15 Jahre, gefahren wird, können die jungen Leute zwischen drei bereitgestellten Fahrradgrößen auswählen. Dann müssen sie überprüfen, ob die Räder ordentlich ausgestattet sind. Der Parcours ist aufgebaut, aber zunächst können die Räder auf einer abgesperrten Strecke ausprobiert werden. Ein Junge hat ein Fahrrad ausgewählt, das für seine langen Beine eigentlich ein bisschen zu klein ist. Aber er besteht aber darauf, es zu nehmen – weil er weiß, dass es ein bisschen wendiger ist, vor allem in der S-Gasse.

Acht Aufgaben gilt es zu bewältigen, die Situationen im normalen Straßenverkehr nachempfunden sind. Dabei geht es um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen. Die Balance beim Umfahren von Hindernissen gehört genauso dazu wie das gut dosierte und zielgenaue Abbremsen. Eine Änderung zu den Vorjahren gibt es: Der sogenannte Achter, der durch Klötzchen markiert ist, wurde ersetzt durch eine S-Gasse. Außerdem wird einhändiges Fahren nicht mehr nur in einer, sondern in zwei Richtungen gefordert.

Nur wenige Fehler

Die Aufgaben sind gar nicht so leicht, wie sich herausstellt. In der Aufregung wird schnell einmal das Handheben vergessen oder der Bremsweg unterschätzt. Die Klötzchen erweisen sich ebenfalls als tückisch, schnell fallen einige um. Doch die Kinder haben sich gut vorbereitet, sodass nur wenige Fehler passieren.

Während die letzten noch fahren, sind die Wertungslisten schon fast fertig und viele Urkunden ausgefüllt. Unter dem Motto „Mit Sicherheit ans Ziel“ haben die Jugendlichen und die zuschauenden Eltern oder Geschwister gesehen, wie fit die Teilnehmer auf dem Rad sind. Volker Kettenring, Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik des ADAC Pfalz, lobt im Gespräch mit der RHEINPFALZ die Umsicht der Teilnehmer. Heute sei es nicht mehr selbstverständlich, dass Schulkinder radfahren könnten, sagt er.

Die Freude, das alles geschafft ist, ist allen anzusehen, und die Sieger strahlen. Es gibt Pokale für die Erstplatzierten, Medaillen und Urkunden für alle.

Platzierungen

  • Mädchen: Jahrgang 2010/2011:1. Lena Laudenbacher, Hochstadt; 2. Milena Wolf, Esthal; 3. Sophia Yamin, Esthal; Jahrgang 2008/2009: 1. Lena Entling, Landau; 2. Gloria Okonkwo, Worms; 3. Lena Hummel, Esthal; Jahrgang 2004 bis 2007: 1. Lea Ptak, Esthal; 2. Inken Masing, Wernersberg; 3, Emilia Janz, Esthal.
  • Jungen: Jahrgang 2010/2011: 1. Dominik Buchler, Worms; 2. Alexis Knoll, Esthal; 3. Ali Reza Taheri, Jockgrim; Jahrgang 2008/2009: 1. Nico Transier, Esthal; 2. Nick Wüst, Wernersberg; 3. Henrik Dietz, Hinterweidenthal; Jahrgang 2004 bis 2007: 1. Tim Niklas Dornbusch, Kaiserslautern; 2. Luca Schellenberg, Neustadt; 3. Noah Hummel, Esthal.

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