Frankenthal Feuerwehr soll gestärkt werden

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Um die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Frankenthal im Südwesten des Stadtgebiets weiterhin zu gewährleisten, soll zügig ein neues Löschfahrzeug angeschafft und in einer Leichtbauhalle, die vor dem Gerätehaus am Neuköllner Platz in Eppstein vorgesehen ist, untergestellt werden.

Einstimmig sprach sich der Stadtrat am Mittwochabend für die von der Verwaltung vorgeschlagene Übergangslösung aus. Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) führte aus, dass das am Stützpunkt Eppstein stationierte Fahrzeug – angeschafft im März 2009 – wegen der nicht mehr zu reparierenden Bremsanlage aus dem Verkehr gezogen worden sei (wir berichteten). Obwohl das Fahrzeug nur noch etwa 62.000 Euro wert sei, werde es von der Herstellerfirma für 75.000 Euro zurückgenommen. Für das neue zwischen 450.000 und 500.000 Euro teure Fahrzeug, das wegen der Größe nicht im Gerätehaus untergebracht werden kann, habe das Land bereits einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Wo der Brandschutz für den Südwesten Frankenthals künftig am effektivsten sichergestellt werden könne, bedürfe noch eingehender Prüfung, sagte Knöppel. Michael Baumann (CDU) lobte das gute Verhandlungsergebnis für das ausrangierte Fahrzeug und wies darauf hin, dass die Unterbringung der Wehr in den Vororten den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werde. Und in der Hauptfeuerwache bestehe Raumbedarf. Es erscheine daher sinnvoll, einen Neubau im Süden Frankenthals zu prüfen. Uwe Klodt (SPD) sah die zwingende Notwendigkeit, die Feuerwache in Eppstein zu etablieren. „Wir haben hochmotivierte Leute, und durch Amazon haben sich andere Verhältnisse ergeben“, sagte der Ortsvorsteher. Rudi Sturm (FWG) wies darauf hin, dass neben dem Gerätehaus in Eppstein ein Gebäude leerstehe. Ein Anmieten sei möglicherweise billiger als eine neue Halle. „Wir dürfen nicht kleckern, sondern müssen klotzen“, meinte Ulrich Pender (Linke) und befürwortete den von der Verwaltung vorgeschlagenen Weg. Bei der Standortsuche sollte darauf geachtet werden, dass ein Neubau verkehrlich leicht erreichbar sei, fand Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste). Und Heike Haselmaier (CDU) machte sich für einen Stützpunkt in der Nähe von Flomersheim stark. Die bereits vom Haupt- und Finanzausschuss gebilligte Aufstockung der Jubiläumszuwendung für ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr (wir berichteten) war der Freien Wählergruppe zu gering. Tanja Mester machte den „pragmatischen Vorschlag“, die Dienstjahre einfach mit zehn zu multiplizieren, sodass es für 25 Jahre 250 Euro (statt 150 Euro), für 35 Jahre 350 Euro (statt 200 Euro) und für 45 Jahre 450 Euro (statt 250 Euro) geben solle. Der Stadtrat folgte der FWG einstimmig. „Es ist wirklich angezeigt, dass wir nach 46 Jahren eine maßvolle Erhöhung vornehmen“, unterstrich Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). Das ehrenamtliche Engagement der Wehrleute habe Anerkennung verdient. Gabriele Bindert (CDU) maß den Beträgen nur Symbolcharakter bei, wenn man bedenke, dass die Wehrleute manchmal Leib und Leben riskierten. Aylin Höppner (SPD) begrüßte die Aufstockung und signalisierte Zustimmung zum FWG-Antrag. Auf die wertvolle Arbeit der Feuerwehr und den unschätzbaren Dienst an der Allgemeinheit verwies Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste). „Ich bin unendlich dankbar, dass sie ihre Freizeit opfern.“ Was von der Wehr – auch mit Blick auf die psychische Belastung – geleistet werde, sei mit Geld nicht zu bezahlen, erklärte Ulrich Pender (Linke). Eine neue Satzung, die die Kosten und Gebühren für Hilfe- und Dienstleistungen der Feuerwehr regelt, hat der Rat einstimmig verabschiedet.

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