Frankenthal Experiment gelungen
Aufregende Entdeckungen zum Ausprobieren und Mitmachen standen am Wochenende im Mittelpunkt des Kita-Forscherfests am Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation (PIH). Die Veranstaltung bildete den Abschluss des BASF-Projekts „Offensive Bildung“, an dem die Integrative Kindertagesstätte des PIH teilgenommen hatte.
Ziel des Projekts „Mit Neugier und Pipette“ war es, Kinder spielerisch an naturwissenschaftliche Prozesse heranzuführen. Dazu waren sechs Auszubildende der BASF an fünf Experimentiertagen in die Kita gekommen, um mit den Kindern Versuche zu machen und gemeinsam Antworten zu finden auf Phänomene des Alltags. Experimente mit Luft und Wasser, mit Rasierschaum und Farben, Magnetismus und Seifenherstellung und einiges mehr standen im Mittelpunkt eines Entdeckerparcours auf dem Außengelände der Kita in der Holzhofstraße. Wie man mit dosiertem Luftdruck aus einem Röhrchen eine Kugel durch ein Labyrinth schleust, mit farbigen Tropfen aus einer Pipette ein Bild koloriert, wie ein zusammengefaltetes Blatt Papier im Wasserbecken zu einer Wunderblume aufblüht und wie man einen Schmetterling aus Pappe auf einem Besenstiel zum schweben bringt – dies und mehr konnten kleine und große Besucher einmal selbst ausprobieren. Um die Teilnahme am BASF-Projekt „Offensive Bildung“ bewerben sich jedes Jahr Kitas in freier oder kommunaler Trägerschaft aus Frankenthal, Ludwigshafen und dem näheren Einzugsgebiet des Chemiekonzerns. Mit dem PIH wurde erstmals eine integrative Einrichtung zum Mitmachen ausgewählt. Dort war für 78 Kinder aus sieben Gruppen fünf Wochen lang jeden Donnerstag Experimentiertag. Dabei lernten Kinder mit Hörschädigung, Sprachstörungen, CI-Implantaten und Kinder gehörloser Eltern gemeinsam mit Kindern ohne Handicap. „Es wurden Prozesse im Kleinen nachgestellt, die in der Industrie im Großen ablaufen“, so Kita-Leiterin Marion Walther. So hätten die Kinder bei einem Magnetismus-Experiment einen Kakao ohne Löffel angerührt – ein Prinzip, das so ähnlich auch bei der BASF im Umgang mit Säuren und anderen gefährlichen Substanzen angewandt werde. Dabei habe das inklusive Lernen gemeinsam mit den BASF-Azubis bestens funktioniert. Auf Kita-Seite hat Erzieherin Melanie Tomozyk das Projekt koordiniert. „Kinder sind die geborenen Forscher und Entdecker“, betonte Ingmar Saßmann (BASF) beim Projektabschluss am Samstagmorgen und dankte den sechs Azubis für ihr Engagement. Für die angehenden Chemikanten Vanessa Braun, Enes Günes, Michelle Klein, Justin Münzenberger, Sabrina Oswald und Celine Wahl war das Projekt eine besondere Herausforderung. Sie mussten Prüfungsvorbereitungen, Schichtdienst und ihre Einsätze in der Kita koordinieren. Mit dem Hinweis „die Bescheinigung macht sich gut in eurer Personalakte“, überreichte ihnen Ausbildungsleiter Thomas Goldmann Teilnahmeurkunden. Mit dem Lied „Wer will fleißige Forscher sehen“ bedankten sich die Kinder für das BASF-Engagement. Die Azubis ermunterten die Kinder, mit den gesponserten Experimentierkoffern auch künftig weiterzuforschen. Ein Treffen mit Vertretern aller beteiligten Kitas wird es am 21. Juni beim Ausbildungstag auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen geben. Die Bewerbungsfrist für die nächste Runde des Projekts „Offensive Bildung“ endet am 31. August.