Frankenthal
EWF kämpft gegen Müll und Vandalismus
Aufgeschnittene Zäune, zerstörte Toiletten und entwendete Wertstoffe – der EWF hat an seinen Betriebsstätten in der Ackerstraße, im Nachtweide-, Schlachthaus- und Starenweg sowie auf dem Hauptfriedhof ständig mit Vandalismus zu kämpfen. Die Stadt reagiert darauf nun mit einem verschärften Sicherheitskonzept, wie Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) im Betriebsausschuss berichtete.
Mit „funkbasierten Fotobewegungssensoren mit Alarmverifikation“ soll es künftig eine Echtzeitüberwachung geben. Die Anschaffung bezifferte Knöppel mit 11.000 Euro, hinzu kämen Dienstleistungsgebühren von rund 40.000 Euro pro Jahr. Die Schäden seien höher, betonte der Bürgermeister. In einer Versuchsphase sollen zunächst die Standorte auf dem Hauptfriedhof und das Wertstoffcenter im Starenweg nachts überwacht werden.
Friedhofsbrunnen wieder in Betrieb
Dem Vandalismus auf den Friedhofstoiletten will die Stadt mit einer minimalistischen Grundausstattung aus Bürste, Mülleimer und unzerstörbarem Spiegel begegnen. Ein automatischer Schließmechanismus werde die WCs ab 19 Uhr zusperren, so Knöppel. Auf dem Hauptfriedhof soll bis Ende April ein neues Feld mit Erdrasengräbern entstehen. In drei Reihen soll Platz sein für 30 neue Gräber. Die Brunnen auf den Friedhöfen in der Stadt und den Vororten seien seit Mittwoch wieder in Betrieb. Besucher können dort zum Gießen der Gräber Wasser entnehmen.
Auf dem alten jüdischen Friedhof nördlich der Schiller-Realschule haben Auszubildende des EWF zu Beginn des Jahres eine Mauer instandgesetzt, wie Knöppel berichtete. Dort abgetragene Sandsteine seien in die westliche Außenmauer integriert worden, zudem sei ein neuer Zaun errichtet worden.
An alle Bürger, die mithelfen wollen, die Stadt vom Müll zu befreien, richtet sich eine neue Aktion des EWF. Längst etabliert hat sich die jedes Jahr im Herbst stattfindende Putzaktion „Sauberhaftes Frankenthal“. Vom 3. April bis zum 13. Mai heißt es nun erstmals: „Sauberhaftes Frankenthal macht Frühjahrsputz“. Auch dieses Projekt richtet sich an Kindertagesstätten, Schulen, Vereine und Einzelpersonen.