Frankenthal Es wird still um die Töne

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Das Konzert am Freitag, 9. Dezember, wird das vorerst letzte sein, das David Maier für die Wormser Reihe „Stille Töne“ veranstaltet. Der Musiker und Kulturmanager hat im Oktober eine Stelle als Referent im Kulturamt Offenbach bei Frankfurt angetreten. Dem Wormser Festival Jazz and Joy will er aber als musikalischer Leiter treu bleiben. Das habe er sich bei seinem neuen Arbeitgeber ausbedungen, erzählt Maier.

„Es bleibt alles beim Alten“, verspricht der gebürtige Wormser auch für das von ihm mitinitiierte Festival Pop up, auch wenn er das in andere Hände abgibt. Überhaupt glaubt er, dass seine eigene Person nicht weiter relevant sei bei den Projekten. Was ihn dennoch freut: Er habe in den jüngsten Zeit sehr viel persönliches Feedback bekommen. Auch seine Reihe „Stille Töne“ will Maier noch nicht ganz beerdigt wissen. Es war immer eine „kleine Herzensveranstaltung von mir“, hat er einmal gesagt. „Wer weiß. Vielleicht gibt es irgendwann mal wieder ein Comeback. Die Reihe ist mir sehr ans Herz gewachsen und jeder Abend war etwas Besonderes – dank der tollen Musiker, dem treuen Publikum und den Unterstützern des Formats.“ Er spricht von einer Pause, wie er sie schon einmal für vier Jahre eingelegt habe. Denn bevor der gebürtige Wormser wegzog, hat er die „Stillen Töne“ im Café Schmitz veranstaltet. David Maier, Jahrgang 1982, studierte Musik und Komposition in Mannheim und Dublin sowie Kulturmanagement in Ludwigsburg. Aufleben ließ er die Unplugged-Reihe 2012 mit der Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG), nachdem er zum Leiter des Festivals Jazz and Joy erkoren worden war. Seither verfügte das Format bei Liebhabern handgemachter Singer-Songwriter-Musik über ein Stammpublikum. Junge Musiker waren hier rein akustisch in Wohnzimmeratmosphäre hautnah zu erleben an vier Abenden im Jahr. Und die Tickets waren wegen der sehr überschaubaren Anzahl von 50 Zuschauern im Heylshofschlösschen meist am ersten Tag des Vorverkaufs schon vergriffen. Beim „Stille Töne“-Abschiedskonzert am 9. Dezember um 20.30 Uhr treten wieder drei Singer-Songwriter auf: Sängerin Alex Mayr aus Mannheim mit Urban-Pop, Joseph Myers aus Osnabrück und Wahlhamburger Marcel Gein. Diesmal findet das Konzert nicht im Heylshofschlösschen statt, sondern im größeren Rahmen des Lincoln-Theaters. Auf dem Programm: Indie, Folk, Urban Pop und der Sound früher Coldplay-Tage. Alex Mayrs Weg führte über Musical- und Theatertourneen durch Europa und Nordafrika und ein Musikstudium in Hamburg nach Mannheim. Gemeinsam mit Konrad Henkelüdeke ist sie auf Alben von Musikern wie Casper oder Dagobert zu hören. Der Singer-Songwriter Joseph Myers stellt sein energiestrotzendes zweites Studio-Album „Puzzles and Places“ vor. Mit englischsprachigem Folk und dem Pseudonym Perry O’Parson tourte Marcel Gein durch halb Europa und spielte im Vorprogramm von Musikern wie Thomas Dybdahl oder der norwegischen Band Katzenjammer. Sein 2015 veröffentlichtes deutschsprachiges Album „Passanten“ ist wie der Soundtrack zu seiner eigenen Biografie. Maier hebt vor allem Geins Stimme hervor, die er zwischen Tom Waits und Ryan Adams verortet. Karten —Vorverkauf beim Ticket-Service Worms im Wormser (Rathenaustraße 11), Telefon 06241 2000 450 sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen von Ticket-Regional. Tickets kosten 14 Euro. —Infos unter www.stille-toene.de. |möt

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