Frankenthal Erst aus Lumpen, dann aus Holz

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Über Geschichte, Herstellung und Eigenschaften von Papier informiert eine Sonderausstellung im Pfalzmuseum für Naturkunde noch bis Donnerstag.

Die Wanderausstellung des Verbands deutscher Papierfabriken enthält historische Modelle und museumseigene Experimentierstationen. Was der Verbraucher heute selbstverständlich in vielen Lebensbereichen nutzt, wurde in Europa erst im Mittelalter bekannt: Papier. Interessant für Besucher dürften viele Entwicklungen im komplizierten Herstellungsverfahren sein. Zunächst bildeten Lumpen aus Baumwolle und Leinen sowie Hanf- und Flachsabfälle den Ausgangsstoff für Papier. Erst im 19. Jahrhundert wurde Holz zur Gewinnung von Fasern für die Papierherstellung genutzt. Erwartungsgemäß geht der Industrieverband bei seiner Präsentation nicht selbstkritisch auf Umweltprobleme ein. Vielmehr lobt die Ausstellung die harmonische Zusammenarbeit von Forstwirtschaft und Papierindustrie. Dass Deutschland neben Papier große Mengen von Zellstoff importiert und dass Holz für die weltweite Papierproduktion auch aus Urwäldern stammt, erfährt man hier nicht. Für junge Besucher dürften die Mitmachangebote interessant sein. So warten in der Forschungswerkstatt Vorrichtungen, mit denen sich Gewicht, Festigkeit oder Saugvermögen unterschiedlicher Papiere untersuchen und vergleichen lassen. (lad)

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