Frankenthal
Erkenbert-Museum: Keller wieder sauber und trocken
Der Anblick, den der Kellerraum vor einem Jahr bot, war besorgniserregend: durchgerostete Unterzüge, Feuchtigkeitsschäden am Beton, provisorische Stützen und haufenweise durch Löcher in der Lichtschacht-Abdeckung gedrückte Kippen. Die Diagnose von Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) damals: „Es ist tatsächlich fünf vor zwölf.“
Inzwischen ist aus der Ruine ein sauberer und trockener Raum geworden, der dem Museum zum Lagern beispielsweise von Stühlen dienen kann – inklusive Hebeplattform für schwere Gegenstände. „Wir mussten mehr machen, als wir anfangs dachten“, erklärt Hildegard Riel-Willer. Sie leitet innerhalb des städtischen Fachbereichs Gebäude und Grundstücke die Abteilung Technisches Gebäudemanagement.
Kosten deutlich gestiegen
Dass die Kosten des Projekts von geplanten 225.000 auf 270.000 Euro gestiegen sind, hat Riel-Willer zufolge einen ganz schlichten Grund: Solange in dem Raum noch die alte Lüftungsanlage installiert war, sei das gesamte Ausmaß der Schäden gar nicht sichtbar gewesen. Konkret heißt das: Außer dem Einbau neuer Stahlträger wurde die Decke auf Anraten des Statikers vor dem Betonieren abschnittsweise zusätzlich mit Bewehrungsmatten versehen.
Für den Einbau der neuen Lüftungsanlage seien die abgehängten Decken in den Toiletten nebenan entfernt worden. Das wird laut Riel-Willer auch erst einmal so bleiben, um unnötige Arbeitsschritte zu sparen, wenn Ende kommenden Jahres ohnehin die Generalsanierung des Museums beginnt.