Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Eppstein: Knöppel erläutert Ideen für die Weidstraße

In einer Einbahnstraße könnte zu schnell gefahren werden, befürchtet der Bürgermeister. Archivfoto:  Bolte
In einer Einbahnstraße könnte zu schnell gefahren werden, befürchtet der Bürgermeister. Archivfoto: Bolte

Um den Verkehr in der Eppsteiner Weidstraße zu bremsen, liegen verschiedene Vorschläge auf dem Tisch. Die goldene Lösung ist nach Darstellung von Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) nicht dabei: Aus seiner Sicht sind die bisher genannten Ideen entweder zu teuer oder bewirken unter Umständen sogar das Gegenteil. Jetzt ist der Ortsbeirat gefragt.

Die Befürchtung, dass mit Eröffnung der neuen städtischen Kindertagesstätte am westlichen Ende der Weidstraße dort der Verkehr zunehmen könnte, ist nicht neu. Bei einem Termin im Mai wurden mögliche Gegenmaßnahmen vor Ort geprüft. Sylvia Classen-Czeczersky (Grüne/Offene Liste) erkundigte sich jetzt im Ortsbeirat nach den Ergebnissen.

Bürgermeister Knöppel erläuterte die einzelnen Vorschläge, deren wahrscheinliche Kosten und mögliche Auswirkungen auf den Verkehr: Eine Einbahnstraßenregelung inklusive des Baus eines Gehwegs von 2,20 bis 2,50 Meter Breite würde demzufolge rund 400.000 Euro kosten. Eine Einbahnstraße, in der dann auf einer Seite geparkt werden dürfe, berge die Gefahr, dass dort zu schnell gefahren werde, sagte Knöppel in der Sitzung. Die Kosten müssten ihm zufolge über die wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge auf alle Eppsteiner umgelegt werden.

Wendehammer bringt „keinen Vorteil“

Ein weitere denkbare Lösung sei, die Weidstraße zu einem verkehrsberuhigten Bereich zu erklären. Diese hat nach Darstellung des Bürgermeisters drei gravierende Nachteile. Erstens: die mit 900.000 Euro recht hohen Kosten für den Umbau. Zweitens: Im Falle stärkerer Niederschläge fließe das Wasser auf den ebenen Flächen einer solchen Zone ohne Bürgersteig und Randstein schwerer ab. Und drittens: Den Anwohnern stünden wohl deutlich weniger Parkplätze zur Verfügung.

Dem beim Ortstermin offenbar auch vorgeschlagenen Bau eines Wendehammers am Ende der Weidstraße erteilte Bernd Knöppel eine klare Absage: „Da erschließt sich mir nicht, welchen Vorteil das haben sollte.“ Aus Sicht der Stadtverwaltung sei im nächsten Schritt nun erneut der Ortsbeirat gefragt und müsse sich Gedanken machen: „Wir brauchen ein Signal, in welche Richtung wir weiter marschieren sollen.“ Ortsvorsteher Uwe Klodt (SPD) kündigte an, das Thema bei der nächsten Sitzung auf die Tagesordnung zu nehmen.

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