Frankenthal Eppstein: Gottesanbeterin im Blumenkasten

Nach einer kurzen Pause flog die Gottesanbeterin in den katholischen Kirchgarten weiter.
Nach einer kurzen Pause flog die Gottesanbeterin in den katholischen Kirchgarten weiter. Foto: ultes/frei

Kein unbekanntes, aber ein „größeres lebendes Flugobjekt“ machten Gretel und Edgar Ultes in ihrem Blumenkasten in der Johann-Strauß-Straße in Eppstein aus. Sie erkannten, dass es sich um eine Gottes- oder Herrgottsanbeterin handelt.

Weniger richtig lagen die beiden allerdings mit ihrer Vermutung, dass diese Insekten in unserer Region sehr selten in Erscheinung treten. Laut dem Direktor des Pfalzmuseums in Bad Dürkheim, Frank Wieland, haben sich die Tiere in der Pfalz in den vergangenen Jahren stark vermehrt, was an den warmen Sommermonaten liegen dürfte. Soweit er das auf der Aufnahme erkennen könne, handele es sich bei dem Tier um ein junges Weibchen, erläuterte Wieland. Die Gottesanbeterin sei jedoch kein Neuankömmling in der Pfalz. Nachweise über ihr Vorkommen gebe es schon seit mehreren Hundert Jahren. Erstmals sei die Gottesanbeterin 1756 in Hessen dokumentiert worden.

Meldeportal im Internet

Aktuelle Funde können unter www.artenfinder.rlp.de eingegeben werden. Bereits dokumentierte Funde können auf einer Karte eingesehen werden. Das Meldeportal gibt es seit 2011. Sollte es zu einer Reihe kälterer Winter kommen, könnte die Population der Gottesanbeterin auch wieder zurückgehen, sagt Wieland.

Gefreut haben sich die Ultes über den Fund, weil sie im Sommer Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an ihren Blumen vermisst haben. Die Gottesanbeterin ist übrigens nach einer kurzen Pause in den katholischen Kirchgarten geflogen.

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