Frankenthal Entscheidung kurz vor Schluss
«Bobenheim-Roxheim.» Mit einer Heimniederlage sind die Handballerinnen des SC Bobenheim-Roxheim in die Pfalzligarunde gestartet. Die Mannschaft von Trainer Heiko Breth unterlag Aufsteiger TSG Haßloch nach einer spannenden Partie 19:21 (9:10). Die Entscheidung fiel erst in den Schlussminuten, als die Gäste die einzige Zeitstrafe gegen den SC eiskalt ausnutzten.
„Natürlich ist es schade, dass wir verloren haben, aber die Leistung war zum jetzigen Zeitpunkt der Spielzeit absolut in Ordnung“, resümierte Trainer Heiko Breth. „Die Chance auf ein Unentschieden war da, deshalb bin ich nicht unzufrieden.“ Der SC musste zum Saisonbeginn auf drei Leistungsträger verzichten. Franziska Wenzel, Nathalie Höchst sowie Meike Meißner fehlten. „Dadurch sind wir einfach noch nicht soweit, um unser bestes Niveau zu erreichen. Ich denke, dass wir überhaupt erst in drei oder vier Spielen von der Leistung her da sind, wo wir sein wollen“, meinte Breth. Seine Mannschaft fand nur schwer ins Spiel. Erst in der zehnten Minute gelang Maria Diemer der erste Treffer. Danach kämpfte sich der SC jedoch immer besser in die Partie hinein, schaffte zunächst den Ausgleich zum 6:6 und blieb bis zur Halbzeit in Schlagdistanz (9:10). Nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeberinnen das Match zunächst. Vor stimmungsvoller Kulisse erspielte sich der Sportclub sogar beim 16:14 einen Zwei-Tore-Vorsprung. Neben der starken Maria Diemer sorgten bis zur 50. Minute auch Christina Hörner und Lena Reber für viel Gefahr in der Offensive. Breth bemängelte allerdings, dass seine Truppe es in der Folge verpasst habe, sich weiter abzusetzen. „Haßloch hatte in diesen Momenten einige Zeitstrafen kassiert, und wir müssen die Überzahlsituationen dann einfach deutlich besser ausspielen und uns dort noch ordentlich verbessern“, erklärte der Übungsleiter. Kurz vor dem Spielende kassierten die Gastgeberinnen beim Stand von 19:19 ihre einzige Zeitstrafe. Carina Stephan musste aufs Sünderbänkchen. Und die Gäste stellten sich da cleverer an. Die TSG nutzte diese Gelegenheit zu zwei Toren – die Entscheidung. Heiko Breth wollte diese Sequenz aber nicht alleine als Grund für die Auftaktniederlage gelten lassen. „Das war natürlich sehr bitter für uns. Aber es wäre mir zu einfach, das Endergebnis nur auf die letzten zwei Minuten zu reduzieren.“ Nichtsdestotrotz sah er „auch viel Positives, auf dem wir aufbauen können“. Ein großes Lob des Coaches ging dabei an Torhüterin Carmen Stephan, die tolle Paraden gezeigt habe. Nach Platz sieben als Aufsteiger in der Vorsaison gibt Heiko Breth die gleiche Zielvorgabe aus wie zuvor: „Wir wollen erneut den Klassenerhalt erreichen. Wenn mir jemand jetzt wieder Platz sieben anböte, würde ich dankend annehmen.“ SO SPIELTEN SIE SC Bobenheim-Roxheim: Carmen Stephan (Beckmann) - Carina Stephan (1), Diemer (10/3), Hörner (3), Mehrhof (1), Julia Reber, Lena Reber (2), Suppus (2), Schneider, Held, Daut, Sejdija TSG Haßloch: Henrich, Modzinski - Glaser (6/2), Motz (1), Paul (2), Gärtner, Ziegler, Spieß (4/2), Bachtler (2), Laubender, Motz (2), Schmitt (4) Spielfilm: 0:2 (5.), 1:4 (10.), 7:9 (23.), 9:10 (Halbzeit), 11:10 (34.), 14:14 (44.), 16:14 (51.), 19:19 (57.), 19:21 (Ende) - Siebenmeter: 3/3 - 5/5 - Zeitstrafen: 1/3 - Beste Spielerinnen: Diemer, Carmen Stephan, Suppus - Glaser, Modzinski - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Ohler (Meckenheim).