Frankenthal Elitestützpunkt für Talente

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Ludwigshafen

/Frankenthal. Nachdem der Umzug des Leistungszentrums vor zwei Jahren gescheitert war, lief dieses Mal alles ohne großes Hickhack ab. Die Verantwortlichen des BASF TC Ludwigshafen und des Tennisverbands Pfalz (TVP) haben sich vor Kurzem ganz unkompliziert darauf geeinigt, dass ein Teil des Landesleistungszentrums Süd künftig auf das Gelände des BASF TC verlagert wird. Bislang sind die Stützpunkte auf Kaiserslautern und Frankenthal verteilt. Doch die beiden Plätze in Frankenthal – sie liegen beim Freizeitzentrum Barth im Süden der Stadt – müssen kostenaufwendig saniert werden. 1994 hatte der Verband die Plätze mit Fördermitteln vom Land gebaut und bis 2019 gepachtet. Dem TVP kam das Angebot des BASF TC daher gerade recht, den Stützpunkt nun auf dem Gelände des BASF TC Ludwigshafen zu konzentrieren. Damit hat der Verband seinen Widerstand aufgegeben. Noch vor etwas mehr als zwei Jahren hatte der damalige Vorstand des BASF TC schon einmal versucht, das Landesleistungszentrum Süd nach Ludwigshafen zu holen. Das missglückte. „Uns wurde das Projekt damals aufgedrückt. Nun aber ist die Zeit reif. Wir haben zuletzt auf unserer Mitgliederversammlung die Vereine informiert und ausnahmslos großen Zuspruch erhalten“, sagt TVP-Geschäftsführer Thomas Knieriemen. „Es gab sogar Applaus.“ 238 Vereine mit rund 32.000 Mitgliedern sind im Tennisverband Pfalz vereint. Die neue Eintracht hat einen ganz einfachen Grund: das Geld. „Damit der BASF TC tragfähig und attraktiv bleibt, bedarf es Investitionen“, sagt der neue BASF-TC-Präsident Frank Stauder. Deshalb wird eine neue Halle mit einem modernen Boden und einer Zuschauertribüne gebaut sowie eine der bestehenden Hallen – energetisch – modernisiert und um einen Platz erweitert. Damit stehen künftig sieben Hallenplätze für Spitzen- und Breitensportler zur Verfügung. Der neue Hallenboden entspricht höchsten Anforderungen und wird auch beim Davis- oder Fedcup sowie Grand-Slam-Turnieren verwendet. In ferner Zukunft könnten dann DTB-offene Turniere in Ludwigshafen ausgetragen werden. Außerdem wird eine der drei Hallen zum Fitness-Zentrum umgerüstet. Das soll dann unter der Federführung des Sport- und Gesundheitsreferats der BASF genutzt werden. Finanziert werden soll das alles von der BASF. Die Investitionen in die Infrastruktur erfolgen nicht ohne Hintergedanken. Der BASF TC will damit professionelle Rahmenbedingungen für die Topspieler aus dem Tennisverband Pfalz schaffen. Der Kampf um die besten Talente wird hart geführt. Diese sollen künftig nach Ludwigshafen kommen und nicht nach Baden-Württemberg oder Hessen abwandern. Denn die Dichte an attraktiven Vereinen in der Metropolregion Rhein-Neckar ist groß. „Das neue Landesleistungszentrum ist für alle Vereine im Verband ein Gewinn. Es geht nicht darum, Talente aus anderen pfälzischen Klubs zum BASF TC abzuwerben, sondern diese in unserem Verband zu halten“, betont Robert Pfeffer, Chef der insgesamt vier Verbandstrainer im TVP. Ein weiterer Grund, warum so massiv in die Infrastruktur investiert wird, ist, zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen, sagt Stauder. Der größte pfälzische Tennisverein mit derzeit 23 Freiplätzen und drei Hallen sowie 650 Mitgliedern will möglichst neue Mitglieder gewinnen und sein bislang bestehendes Angebot aus Tennis, Fitness und Breitensport weiter für die Öffentlichkeit öffnen. Für Frankenthal werde sich bis zum Pacht-Vertragsende 2019 erst einmal nichts ändern, sagte Knieriemen auf Anfrage. „Ein Teil des Verbandstrainings wird weiter in Frankenthal sein.“ Was danach mit den zwei Freiluftplätzen des Verbands am Freizeitzentrum Barth passiere, müsse man sehen: „Die weitere Nutzung ist noch nicht ausdiskutiert“, so Knieriemen. Vom Freizeitzentrum Barth wollte sich niemand äußern. (mne/ax)

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